Sonderveröffentlichung
Themenspecial Meine Familie

Wie Jack den Teufel austrickste

Die Legende zur Kürbis-Laterne

Jack O’Lantern“ beziehungsweise „Jack mit der Laterne“ heißt der fratzenhaft geschnitzte Kürbis. Im Ursprung handelte es sich um eine Rüben-Laterne. Später wurde wegen des leichteren Aushöhlens ein Kürbis daraus. Mit dieser Laterne will man den Teufel abschrecken, indem man ihn an eine ungute Begegnung erinnert.   
Gestatten, Jack O’Lantern! BILDER: STOCK-ADOBE.COM/JENKOATAMAN; MAGDAL3NA
Gestatten, Jack O’Lantern!
BILDER: STOCK-ADOBE.COM/JENKOATAMAN; MAGDAL3NA
Der Legende nach saß am Abend vor Allerheiligen der irische Tunichtgut Jack Bier trinkend im Pub. Der Leibhaftige erschien, bereit, die Seele des Trunkenboldes zu holen. Jack erbat beim Beelzebub eine Einladung für ein letztes Bier. Als der Teufel sich zustimmend in eine Münze verwandelte, ließ Jack diese in seinem Geldbeutel verschwinden, wohl wissend, dass er darin ein silbernes Kreuz aufbewahrte. Dem Teufel war es dadurch unmöglich, sich zurückzuverwandeln. Zehn weitere Jahre gewährte er Jack, wenn dieser ihn freiließe.

Nach Ablauf der Frist trafen beide sich. Ehe der Beelzebub Jacks Seele holen würde, bat dieser ihn um einen letzten Apfel vom Baum. Der Teufel kletterte hinauf ins Geäst, und Jack schnitzte ein Kreuz in den Stamm, so dass dieser erneut gefangen war. Der Höllenfürst gab auf. Man einigte sich. Das Kreuz am Baum wurde entfernt, dafür war Jacks Seele auf ewig frei.

Naschl

Als der Unhold Jahre später starb, wies man seine mit Schuld behaftete Seele am Himmelstor ab. In die Hölle durfte er auch nicht, schließlich bricht ein Dämon nicht sein Wort! Von da an war Jack zum Wandern zwischen den Welten verdammt, mit einer Rübe und einer vom Teufel geschenkten, glühenden Kohle ausgestattet, um seinen Weg auszuleuchten. Manchmal kann man Jack mit der Laterne am Abend vor Allerheiligen, an Halloween, umherstreifen sehen… red
   
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