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Aus den Augen,

aus dem Sinn?

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Remote Work als Karrierechance nutzen

Die Digitalisierung verändert alles, auch die die Arbeitswelt. Neue Arbeitsmodelle setzen sich immer mehr durch. Was einst seine bescheidenen Anfänge mit einem oder zwei Home-Office-Tagen in der Woche genommen hat, ist in vielen Firmen mittlerweile Standard geworden: Remote Work beziehungsweise ausschließlich Home-Office.

Jobs, die zu 100% am Computer erledigt werden, machen die Anwesenheitspflicht im überfüllten Großraumbüro oft überflüssig. Schließlich ist man über das Internet ohnehin die ganze Zeit verbunden, Meetings können durch eine Videoschalte ersetzt werden und mehr Zeit für Familie, Hobby und Sport bleibt auch, wenn die lästige Fahrt in die Arbeit entfällt. Darüber hinaus bietet Remote Work weitere Vorteile – für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und gesamtgesellschaftlich.

Definition
Formen der Remote Work

Heimarbeit
(Homeoffice)

Mitarbeiter arbeitet ausschließlich von zu Hause aus

Alternierende
Telearbeit

Mitarbeiter arbeitet zeitweise im Büro oder zu Hause

Mobile
Telearbeit

Mitarbeiter arbeitet von unterwegs im Auto, Zug, Flugzeug

Unter „Remote Work“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch verschiedene Arbeitsmodelle zusammengefasst. Einerseits gibt es verschiedene Abstufungen von vollständiger Remote-Arbeit, bei der der Arbeitnehmer gar nicht mehr in einem klassischen Büro anwesend sein muss, bis zu wenigen Home-Office-Tagen. Andererseits gibt es Sonderformen wie das digitale Nomadentum. All diese Modelle haben eins gemeinsam: Einen Teil seiner Arbeitszeit verbringt der Angestellte nicht im Firmenbüro.

Welche Chance bietet die Arbeit im Home-Office?

Remote Work bietet Mitarbeitern die Chance, nach ihren Leistungen und nicht nach der Zeit, die sie im Büro verbringen, bewertet zu werden. Das ist für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen eine große Chance.

Gelebte Work-Life-Balance

Wo früher Ellbogen-Mentalität und schneller Aufstieg das Arbeitsleben geprägt haben, werden heute Miteinander und Sinnhaftigkeit wichtig. Bei der Job-Wahl steht nicht mehr nur das, was am Monatsende auf dem Konto landet, im Fokus.

Seit einigen Jahren lässt sich der Trend beobachten, dass das wirtschaftliche Mantra des ständigen Wachstums hinterfragt wird. Die aktuelle Krise dürfte diesen Trend sogar noch verstärken.

Agilität statt starrer Strukturen

Die Welt verändert sich heute schneller als je zuvor – und das nicht erst seit der Corona-Krise. Unternehmen, die in einer agilen Welt überleben wollen, müssen selbst agil werden. Dazu gehört es, Strukturen aufzubrechen und von den Erfahrungen und Kompetenzen aller Mitarbeiter zu profitieren.

Beim agilen Arbeiten wird jedem Mitarbeiter so viel Verantwortung wie möglich übertragen. Das beschleunigt die Entscheidungsfindung, der die traditionellen Hierarchien oft im Weg stehen.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Vertrauensarbeitszeit gibt jedem Mitarbeiter die Möglichkeit zu entscheiden, wann er wie viel Zeit für die Erledigung seiner Aufgaben braucht. Familie, Beruf und Freizeit können so von jedem Einzelnen aufeinander abgestimmt werden.

Kernpunkt bei diesem Arbeitszeitmodell ist ein gewissen Vertrauen in die Fähigkeit des Mitarbeiters selbst zu entscheiden, wann er wie viel Zeit in seinen Job investieren muss. Ein Mitarbeiter, der an Tagen mit wenigen Arbeit seinen Nachmittag mit der Familie verbringen kann, wird außerdem eher bereit sein, bei Auftragsspitzen Überstunden einzulegen.

Weltweiter Trend zur New Work

Der Begriff „New Work“ umfasst alle Arten der zeitgemäßen Zusammenarbeit. Nicht jedes Modell funktioniert für jedes Unternehmen, wie weit alternative Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle umgesetzt werden können, muss jede Firma selbst entscheiden. Auch der Arbeitnehmer muss für sich selbst herausfinden, wie viel Freiheit er verträgt.

Sicher ist aber, dass Remote-Work-Erfahrung im Lebenslauf auch ein hervorragendes Alleinstellungsmerkmal ist, schließlich werden die Lebensläufe immer bunter. Erasmus-Jahr, Au-Pair in den USA oder FSJ in Afrika – wieso nicht auch Remote Work? Bei der Zusammenarbeit ohne persönlichen Kontakt ist schließlich ein ganz eigenes Kompetenzprofil gefragt:

  • Kommunikation muss zu einem Großteil funktionieren, ohne dem Gegenüber ins Gesicht blicken zu können. Schriftliche Kommunikationsfähigkeit erfährt eine ganz neue Wertschätzung.
  • Teammitglieder müssen zur Arbeit animiert werden, ohne dass man ihnen über die Schulter schauen kann. Der Sinn der Arbeit und des Projekts steht im Vordergrund, nicht Druck und Hierarchie.
  • Wird „remote“ über Ländergrenzen zusammengearbeitet, braucht man außerdem ein feines Gespür für kulturelle Unterschiede. Das alles sind Fähigkeiten, die in einer immer globaleren Welt zunehmend an Bedeutung gewinnen, und die unabhängig vom aktuellen Job jedes Kompetenzprofil abrunden. Fernarbeit ist damit auch ein tolles Werkzeug zur persönlichen charakterlichen Weiterentwicklung.

Bei vielen Firmen, gerade in den USA, ist Remote Work mittlerweile fester Bestandteil. Microsoft, Alphabet, Amazon, Facebook – sie alle experimentieren mit Remote Work oder haben sie bereits fest in das Unternehmen integriert. Einige davon fragen Home-Office-Erfahrung im Vorstellungsgespräch sogar explizit ab.

Und auch in Deutschland und Europa entsteht zunehmend ein Bewusstsein für die Vorteile flexibler Arbeitszeit- und -orts-Modelle. Die Niederlande haben ein Recht auf Home-Office inzwischen gesetzlich verankert, einige Politiker fordern für Deutschland eine ähnliche Maßnahme.

Wem bietet Remote Work neue Chancen?

Heimatverwurzelt und trotzdem global

Während klassische Arbeitsverhältnisse mit Anwesenheitspflicht auf einen relativen kleinen Radius beschränkt sind – nämlich auf die Teile der Welt, die man von zu Hause aus in vertretbarer Zeit mit der Bahn, dem Bus oder dem Auto erreicht – kann der Arbeitgeber wie auch der Arbeitnehmer bei einem Telearbeitsverhältnis prinzipiell überall auf der Welt sitzen. Wer das Landleben im Bayerischen Wald schätzt, kann also trotzdem in einem Berliner Startup oder bei einem Global Player in Kalifornien arbeiten. Auch Menschen, die ihr Leben am liebsten auf Wanderschaft verbringen, können trotzdem einem geregelten Job nachgehen, und sich diesen Lebensstil so finanzieren.

Die perfekte Passung statt der einzigen Wahl

Aber nicht nur Arbeitnehmer haben „remote“ mehr Auswahl, auch Arbeitgeber können auf einen größeren Pool an Talenten zugreifen, wen sie sich bei der Mitarbeitersuche nicht auf eine Stadt oder eine Region beschränken. Gerade Jobs, für die der Mitarbeiter keine besonderen Deutschkenntnisse braucht, können mit Remote-Kräften aus allen Teilen der Welt besetzt werden. So können Unternehmen nicht nur von den „hard skills“, sondern auch von den verschiedenen kulturellen Erfahrungen und Lebensumständen ihrer Mitarbeiter profitiere

Zeit für Individualität und trotzdem erfolgreich

Das Home-Office lässt sich auch mit besonderen Lebensumständen verknüpfen, die bei einem Präsenz-Arbeitsplatz zu Spannungen führen: Junge Eltern müssen sich nicht mehr entscheiden, ob sie ihr Kind betreuen oder ihre Karriere verfolgen wollen. Menschen, für die die Fahrt ins Büro auf Grund körperlicher Einschränkungen nicht (oder nur mit erheblichem Mehraufwand) möglich ist, können von zu Hause aus echte Karrieren verfolgen. Dasselbe gilt für Autisten oder Personen mit sozialen Angststörrungen, Karriere lässt sich aus dem schützenden Umfeld der eigenen vier Wände heraus machen. Auch für stark introvertierte Persönlichkeitstypen bedeutet der Gang ins Büro oft eine große Belastung, die dem beruflichen Fortkommen eher hinderlich als zuträglich ist.

Welche Gefahren lauern im Home-Office?

Jede Chance birgt natürlich auch Risiken. In vielen deutschen Unternehmen herrscht beispielsweise immer noch eine ausgeprägte Anwesenheitskultur, hier gilt beim Chef: aus den Augen, aus dem Sinn. Wer sich im Büro nicht blicken lässt, läuft Gefahr, bei der nächsten Beförderungsrunde leer auszugehen. Deshalb ist es wichtig, auch über das Abliefern von Arbeitsergebnissen hinaus in der Firma präsent zu sein. Firmenevents, Videokonferenzen und private Chats mit den Kollegen sind sehr wichtig, um auch ohne tägliche Anwesenheit die Infos aus den inoffiziellen Kanälen zu erhalten und Netzwerke zu bilden.

Viele Chefs erwarten von Mitarbeitern im Home-Office außerdem ständige Erreichbarkeit. Schließlich wohnt der Angestellte quasi im Büro und schnell noch eine Mail an den wichtigen Kunden zu schicken dauert ja nur zehn Minuten ist und wohl nicht zu viel verlangt. Oder? Wer sich zu einem Leben mit und ihm Home-Office entschließt muss also von Anfang an klare, für alle verbindliche Regeln kommunizieren und notfalls auch Grenzen aufzeigen.

Jeder Schritt Richtung Remote Work sollte außerdem in enger Abstimmung mit dem Chef erfolgen. Das geht über reine Absprachen bezüglich Arbeitszeit und -ort hinaus. Der Vorgesetzte sollte genau wissen, warum man sich für dieses Modell entscheidet. Auch die weiteren Karriereziele sollten klar sein. Jeder muss wissen, wo er beim anderen steht. Wer gerade auf Jobsuche ist, oder über eine Veränderung nachdenkt, kann sich auch im Vorfeld informieren, wie potentielle Arbeitgeber zum Thema Home-Office stehen. Portale wie Glassdoor und Kununu können hier erste Orientierung geben.

Zukunftsmodell Remote Work

Remote Work hat unbestreitbare Vorteile für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Gesellschaft. Arbeitgeber können ihre Kosten erheblich senken, denn sie müssen nicht nur weniger Büroräume bereitstellen, auch Kosten für Parkplätze, Heizung und Strom fallen zumindest teilweise weg. Der Arbeitnehmer gewinnt auch, schließlich verbringt er die Zeit, die er normalerweise in der Bahn oder im Auto verbracht hätte, zu Hause. Die Gesellschaft gewinnt, da weniger Pendlerverkehr auch weniger CO2- und Schadstoffbelastung bedeutet, außerdem können freiwerdende Büroflächen zu Wohnraum umfunktioniert werden.

Außerdem ermöglichen alternative Arten der Zusammenarbeit mehr Flexibilität, Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. Solange die Leistung stimmt, kann der Arbeitsort und die Arbeitszeit frei gewählt und flexibel an andere Verpflichtungen wie Familie, soziales Engagement und Hobbys angepasst werden. Arbeit und Leben sind so keine Gegenspieler mehr, die mühsam in Balance gebracht werden müssen.

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Remotework als Karrierechance nutzen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt schafft ganz neue Chancen. Profitieren kann von alternativen Arbeitsmodellen jeder: Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Gesellschaft.