Sonderveröffentlichung
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Die helle hyggelige Einrichtung, die viele zu Hause haben, kann die Ausgangsbasis für den neuen Wohntrend namens Hollywood Regency mit vielen Gold-Akzenten sein. BILDER: Franziska Gabbert, dpa-tmn

7.05.2020
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Dezente skandinavische Gemütlichkeit war für einige Jahre ein beliebter Einrichtungsstil. Aber das „Hyggelige“ verabschiedet sich langsam. Sich deshalb komplett neu einrichten, das muss man nicht. Der „Hygge“-Stil kann stattdessen die Basis für vier neue Einrichtungstrends bilden.
   
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TREND 1: EINE PRISE GLAMOUR UND GLITZER

Ein erster neuer Trend heißt Hollywood Regency.Der Stil ist aber, wie schon so oft zuletzt, ein Comeback eines alten Trends. Wobei dieser bislang vornehmlich in den USA zu Hause war. Der Name zeugt von seiner Abstammung: In den 1940er und 1950er Jahren entwickelten Inneneinrichter den Stil für Schauspieler und Produzenten Hollywoods, die ihren Reichtum stilvoll zur Schau stellen wollten. Kurz gesagt: Er schafft eine Prise Glamour im Alltag. Auffällige Schwarz-Weiß-Muster treffen auf satte Farben und Spiegelflächen. Man richtet sich mit Lack, Chrom, glitzernden Details undArt-déco-Elementen ein. Doch keine Sorge: „In der Reinkultur werden das nur wenige Trendsetter leben“, betont die Trendanalystin Nicolette Naumann. „Aber Hollywood Regency lässt sich in den Hygge-Stil gut integrieren, indem man einzelne Statement-Pieces in die aktuelle Einrichtung holt.“ Zum Beispiel kann das ein glamouröserer, schicker Samt-Sessel sein, der die bestehende Sitzgruppe im Wohnzimmer ergänzt. Auch farbige Accessoires bieten sich dazu an, den skandinavischen Stil in etwas Bunteres und etwas Üppigeres zu überführen. Oder wie wäre es mit einem goldenen Akzent? Hollywood Regency ist daher kein Hygge 2.0 – keine Weiterentwicklung des Trends. „Das geht zu weit davon weg“, betont Naumann. Sie freut sich über die Abkehr von dem Wohnstil, der uns in ungewöhnlich großer Verbreitung begleitet hat: „Wir hatten gut fünf Jahre Hygge. Jetzt kommt auch wieder das Bedürfnis, etwas anderes zu sehen – zum Beispiel mehr Farbe.“
  
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TREND 2: KRÄFTIGE ERDTÖNE

Bei der Farbe setzt ein zweiter Trend an. Zwar muss man die neue angesagte Farbpalette, die schon auf mehreren Messen ein Thema war, weiterhin mit „Naturfarben“ bezeichnen. Doch die Abkehr vom skandinavischen Naturstil mit viel hellem Holz, Weiß und Beige ist deutlich erkennbar: In diesem Jahr ist einfach mehr Farbe im Spiel. Intensives Braun, oft sogar ein starkes Rotbraun oder ein Rost-Orange sind die Grundbasis dieses Trends. „Und man sieht Blautöne – nicht ein zartes Hellblau, sondern intensives Blau“, ergänzt Trendexpertin Nicolette Naumann. „Und intensives Grün, intensives Gelb.“ Der Rat der Trendexpertin: Wem die Elemente des Trends Hollywood Regency letztlich zu glamourös, gar kitschig sind, der kann allein nur mit der neuen Farbpalette sein Hygge zu Hause in einen neuen Einrichtungsstil überführen.
  
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TREND 3: STAHL UND DUNKLE EDELSTEIN-FARBEN

Auch Elemente einer weiteren Trendwelt, die den Namen „precise and architectural“ (etwa: Klarheit und Konstruktion) bekommen hat, bieten sich für die Veränderung der hellen, hyggeligen Einrichtung zu Hause an. Sie bringen Industrielook und dunklere Farben hinein. „Oft erscheint das Ambiente sachlich und der ganze Look wirkt geradlinig und konkret“, erläutert Annetta Palmisano von der Stilagentur bora.herke.palmisano. „Die Farbreihe ist von Ziegelstein- und Zementtönen, rostigen, brünierten Nuancen und Floatglas-Grün deutlich architektonisch inspiriert“, ergänzt Palmisano. „Zusammen mit einem Abendhimmelblau bringen die Schattierungen in der Reihe eine abgedunkelte stimmungsvolle Atmosphäre in die sonst kargen Wohnräume.“ Was es dazu im Wohnraum braucht: poliertes oder geschwärztes Holz, Stahl, Bronze, matte Oberflächen. Dazu Leder, schwere Textilien wie Cord, Tweed, Bouclé und melierte Musterungen
  
TREND 4: NUR WEISS UND NEUTRALE TÖNE

Dieser Wohntrend geht in eine ganz andere Richtung: Er beschränkt sich vollständig auf Weißtöne und andere neutrale Nuancen. Also Off-Whites (angegrautes Weiß), Beige, Greige – eine Mischung aus Grau und Beige – und maximal noch Pfirsichrosa. Die konzentrierte Farbpalette hat eine erholsame und natürliche Wirkung. Da die weißen und neutralen Nuancen selbst wenig Aufmerksamkeit beanspruchen, stehen bei den so gehaltenen Gegenständen die Form und das Material im Vordergrund. Dabei zeigt sich zudem, wie vielfältig weiße, beigefarbene und durchsichtige Gegenstände wirken können. Übrigens, diesen Einrichtungsstil propagieren gerade keine geringeren Trendsetter als Kim Kardashian und ihr Mann Kanye West: Sie präsentierten kürzlich in der US-Einrichtungszeitschrift „Architectural Digest“ ihre Villa – ein minimalistischer, fast leer gefegter Tempel in Weiß und Grau. Simone A. Mayer, dpa