Sonderveröffentlichung
Themenspecial Mathaisemarkt Schriesheim

Statt eines Grußwortes: „Bin gespannt auf die Neuerungen“

Interview: Bürgermeister Hansjörg Höfer zum Programm des anstehenden Mathaisemarktes und seinen eigenen Empfindungen im Vorfeld

Im Gespräch mit „MM“-Redakteur Konstantin Groß äußert sich Bürgermeister Hansjörg Höfer zum anstehenden Fest.

Herr Bürgermeister, mit welchen Gefühlen sehen Sie dem Mathaisemarkt entgegen?

Hansjörg Höfer: Wie immer natürlich mit großer Vorfreude. Und diesmal auch gespannt auf die Neuerungen, die es gibt.

Eine davon ist die FachkräfteInitiative im Gewerbezelt.

Höfer: Als jemand, der selbst aus dem Handwerk kommt, finde ich das eine ganz tolle Sache. Nachwuchs- und Fachkräftemangel ist und wird künftig noch stärker ein zentrales Problem der Wirtschaft. Ich bin gespannt, welche Resonanz diese Aktion erfährt. Mein Ziel ist es, sie dauerhaft zu etablieren.

Zur Mittelstandskundgebung kommt die Kultusministerin. Werden Sie ihr die Schulsanierung nahebringen?

Höfer: Über dieses Projekt sind wir ohnehin mit Regierungspräsidium und Ministerium in regem Austausch. Mir selbst liegt ein anderes Thema am Herzen, das ich ihr nahebringen möchte: Schulleitungen aller Arten von der zunehmenden Bürokratie zu entlasten, so dass sie sich noch stärker auf ihre eigentliche, ihre pädagogische Aufgabe konzentrieren können.

Der Festzug hat in diesem Jahr den Schriesheimer Dialekt als Motto. Müssen sich auswärtige Besucher dadurch nicht ausgeschlossen fühlen?

Höfer: Das ist keinesfalls unser Ziel, schon gar nicht meins. Wir wollen im Gegenteil den auswärtigen Besuchern unseren Dialekt als Teil unserer Lebensart nahebringen und ihn bewahren. Kaum einer etwa weiß heute noch, was „hoppe zoppe“ heißt und, dass dies aus dem Hopfenanbau stammt, der bei uns früher weit verbreitet war.

Hat der Streit um die Sicherheit dem Festzug geschadet?

Höfer: Nein. Die Diskussion hat zu einer weiteren Sensibilisierung für das Thema Sicherheit geführt. Den Besuchern wird gezeigt, dass alles dafür getan wird. Und wenn Vereine sagen, „wir lassen uns unseren Zug nicht kaputtmachen“, ist das eigentlich doch eine gute Sache. Manche Äußerung schießt allerdings etwas übers Ziel hinaus. Jeder weiß doch, welch hohen Stellenwert Vereine bei uns und mir persönlich haben.

Der Lauf feiert 25. Jubiläum. Laufen Sie mal wieder mit?

Höfer. Ich bin dem TV sehr dankbar, dass er diese Attraktion seit 25 Jahren organisiert. Ich selbst laufe nicht mit. Aber Sie können sicher sein, dass ich am Mathaisemarkt mehr laufe als die dortigen zehn Kilometer. Mathaisemarkt ist mein ganz persönliches Fitnessprogramm.

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