Sonderveröffentlichung
Themenspecial 150 Jahre Galopprennsport in Mannheim

„Sensationelles Publikum“

Holger Schmid, Präsident des Badischen Rennvereins, im Interview


Herr Schmid, mit dem Mannheim²-Renntag am 27. Oktober endet die Saison. Auf was können sich die Besucher zum Abschluss freuen?

Holger Schmid: Auf das höchstdotierte Flachrennen in der Geschichte der Waldrennbahn, auf Top-Trainer, Top-Jockeys und Top-Pferde. Auf einen hoffentlich tollen Abschluss der Jubiläumssaison. Zu Beginn des Renntages spielt erstmals das Polizeimusikkorps Mannheim und am Ende haben wir noch mal eine Wettscheintombola mit richtig wertvollen Preisen.

Wie haben Sie das Jubiläumsjahr erlebt?

Schmid: Äußerst positiv, das Wetter war an den beiden ersten Renntagen toll, dann hat es uns mit dem trockensten Sommer seit Wetteraufzeichnung einen ganz schönen Streich gespielt. Die Orkanwarnung am BMW Renntag zerrte auch etwas an den Nerven der Verantwortlichen. Das Publikum war auch 2018 wieder sensationell, dass wir trotz der Unwetterwarnung einen so großen Zuspruch am BMW Renntag hatten, dürfte einmalig in Deutschland sein. Wir konnten in dieser Saison viel Prominenz begrüßen, zum Beispiel den neuen Chef im deutschen Galopprennsport Dr. Michael Vesper, den stellvertretenden Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg Thomas Strobl und viele, viele weitere. Und am 27. Oktober haben wir ja noch den sportlichen Höhepunkt vor uns.

Was macht für Sie die Waldrennbahn und den Galopprennsport aus?

Holger Schmid, Präsident des Badischen Rennvereins.  BILD: BRV
Holger Schmid, Präsident des Badischen Rennvereins. BILD: BRV
Schmid: Die Waldrennbahn ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den kleinen Bahnen im Südwesten und den großen Bahnen. Wir sind die Amateurhochburg Deutschlands und haben aber zeitgleich mit dem Großen Heinrich-Vetter-Badenia Jagdrennen die wichtigste Hindernisprüfung Deutschlands auf der Karte. Ehrenamt spielt bei uns eine große Rolle. Wir stemmen die gesamte Pflege des Geländes und die Geschäftsstelle mit zwei Halbtageskräften, fünf 450-Euro-Kräften und vielen ehrenamtlichen Helfern auf der Bahn.

Und gibt es für Sie einen ganz speziellen, persönlichen Moment, den Sie mit der Waldrennbahn verbinden?

Schmid: Ab und an, wenn der Stress zu stark wird, laufe ich über die Bahn oder sitze alleine auf der Tribüne – es ist für mich ein besonderer Ort, an dem man richtig runterkommen kann.

Warum lohnt sich ein Besuch auf der Seckenheimer Waldrennbahn?

Schmid: Da könnte ich tausend Gründe nennen… Spaß beiseite. Weil man in angenehmer und entspannter Atmosphäre mit der ganzen Familie einen tollen Tag verleben kann. Und das bei einem Eintritt von 8 Euro für Erwachsene.

Haben Sie in den vergangenen Jahren einen Imagewandel – auch unter den Besuchern – beim Galopprennsport festgestellt?

Schmid: Das Publikum insbesondere in Mannheim ist viel jünger geworden, viele Familien mit Kindern; das ist unter anderem einer sehr guten Social-Media-Arbeit zu verdanken.

Wie sehen Sie den Badischen Rennverein für die kommende Jahre aufgestellt?

Schmid: Sehr gut. Wir haben in den letzten Jahren in allen Bereichen viel investiert, die Sanierung der Sandbahn, haben nun über 30 Pferde im Training, wir haben erstmals einen Public Trainer auf der Bahn, der auch Ihr Pferd trainieren könnte, haben mit Hilfe der Stadt einen neuen Eingangsbereich erschaffen und die Startmaschine wurde von Grund auf saniert, um nur einige wenige Dinge zu nennen. Ludwig Ricke

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