Sonderveröffentlichung
Themenspecial 4 Wände

Schick und schlank

Sofas: Gemütlich und zugleich minimalistisch – geht das? Ja, die neuen Sofas sind genau das. Und sie spiegeln damit ein Zeitgefühl wieder.

Das Sofa Aerozeppelin von Diesel Living with Moroso besteht aus einer Plattform, ergänzt um ein paar weiche Kissen, die Rücken- und Armlehne bilden. BILDER: Franziska Gabbert

2.03.2020
Vorbei sind die Zeiten der riesigen Sofa-Landschaften

Wenn weniger mehr ist – ist das bei der Einrichtung meist etwas Gutes. Denn das Minimalistische sieht stilvoll und schick aus. Jetzt ist auch noch das Sofa dran. Was ist eigentlich Minimalismus? In den vergangenen Jahren sind viele Möbel geradezu abgemagert. Kaum noch was ist übrig von so manchem Tisch und Stuhl außer das Nötigste, das sie noch ausmacht: Ein paar Beine, ein paar Platten.
Die Sitzgelegenheit aus der Serie Paradise Bird des Herstellers Wittmann hat statt einer Rückenlehne einen Korb aus dünnen Stäben, in dem gemütliche Kissen liegen.
Die Sitzgelegenheit aus der Serie Paradise Bird des Herstellers Wittmann hat statt einer Rückenlehne einen Korb aus dünnen Stäben, in dem gemütliche Kissen liegen.
Doch keine Sorge: Das Sofa wird – in den meisten Fällen – nicht so abgemagert, dass es nicht mehr bequem ist. Die große Zahl bleiben Sofas, die gemütlich sind, auf denen sich auch noch gut liegen, lümmeln und schlafen lässt. Aber: Ihnen fehlt nun die massige Liegefläche, die zum Sitzen unangenehme Breite und das voluminöse Flauschige. Ein Beispiel dafür ist etwa Muud, das neue Sofa vom Designteam EOOS für Walter Knoll. Es wurde konzipiert für urbane Grundrisse. Sie hatten den Ehrgeiz, mit möglichst wenig Material eine weiche, luftige Anmutung zu schaffen, erläutert Designer Martin Bergmann. Sie haben dafür alle Elemente des Sofas überdacht und teils überarbeitet.

Eine Plattform mit gemütlichen Kissen

Als „eine große Plattform“ bezeichnet das Label Diesel Living with Moroso seine Grundlage für das neues Modell namens Aerozeppelin von Designer Alessandro Paderni. Diese Plattform wird ergänzt um ein paar weiche Kissen, die Rücken- und Armlehne bilden können – das war’s. Das System ist aber trotz seiner Einfachheit noch vielfältig nutzbar: Je nachdem, ob die Kissen horizontal oder vertikal aufliegen, verändert sich die Sitztiefe. Auch Brühls neues schlankes Modell fold out hat mehr als es auf den ersten Blick zeigt: Es lässt sich wie der Name schon andeutet auseinanderfalten: Die Armlehne ist drehbar, die Rückenlehne absenkbar und auffaltbar. So ergeben sich Fußstützen und eine Neigeposition, wodurch das Sofa zum Daybed wird. Direkt für die Position zwischen Sitzen und Liegen ist das dezente Sofa Absent von Prostoria konzipiert. Es braucht nicht mal weitere Kissen. Schmaler, leichter wirken viele Sofas dank optischer Tricks. Sie schweben dank hoher Füße ein wenig über dem Fußboden. Die neue Serie Paradise Bird von Wittmann hat eine Rücken-Konstruktion aus dünnen Metallstäben. Sie bildet einen filigranen Korb, in dem die gemütlichen Sitz- und Rückenpolster zum Verweilen einladen. Der optische Trick ist jener, den auch die Verwender des traditionellen und inzwischen auch wieder sehr trendigen Wiener Geflechts nutzen: Eine eigentlich große und damit auf das Auge massig wirkende Fläche wird durch das Geflecht oder eben die Stäbe aufgebrochen, was sie schlanker wirken lässt. Simone Andrea Mayer, dpa
   
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