Sonderveröffentlichung
Themenspecial Verkaufsoffener Sonntag in Speyer

Salierbrücke neu entdecken

Angebot: Historisches und aktuelles Wissen rund um die Brücke / Premiere ist am 7. April

Während Kaiser, Könige, Handelsleute und Pilger in den vergangenen Jahrhunderten Speyer auch ohne Brücke erreichten, befürchten Einzelhandel, Gastronomie und Ausrichter von Großveranstaltungen durch die über zweijährige Sanierung der Salierbrücke und den damit verbundenen Umweg über die A 61 negative Einflüsse auf den bisherigen Menschenfluss aus den badischen Anliegergemeinden.

Dem potenziellen Ausbleiben liebgewordener Kundschaft will die Leistungsgemeinschaft „Das Herz Speyer“ mit verschiedenen Aktionen entgegenwirken. Dazu gehört eine kostenlose Führung über die Salierbrücke, die auf einer Idee des bekannten Nachtwächters Ottmar Geiger basiert. Einen Gleichgesinnten fand der Vater des Gedankens in dem Speyerer Stadtführer Frank Seidel. Aufgegriffen hat den Vorschlag Andrea Veh. Die Vorsitzende der Leistungsgemeinschaft erklärte auf Anfrage, dass die Mitglieder der Interessengemeinschaft ein vitales Interesse daran haben, dass rechtsrheinische Anwohner weiter den Weg nach Speyer einschlagen.

Die etwa einstündige Führung startet stets auf badischer Seite am neu eingerichteten Pendler-Parkplatz unweit vom Lußhof. Dort nehmen Geiger und Seidel die Teilnehmer in Empfang und teilen sie in zwei Gruppen auf. Mit dem alten Bahnhofsgebäude und Lokschuppen befinden sich bereits zu Beginn der Tour erste interessante Sehenswürdigkeiten in Sichtweite. Beim Gang über die Salierbrücke kann man je nach Standort auch einen Blick auf das frühere Fährhaus auf badischer Seite werfen. Hier saß einst auch Goethe und wartete auf die Fähre nach Speyer. Während der Wartezeit schrieb er einen Brief an seine Vertraute Charlotte Freifrau von Stein. Zusätzlich legte er dem Schreiben eine vor Ort gezeichnete Skizze vom gegenüberliegenden Ufer mit Dom und Stadtsilhouette bei. Bei weiteren Informationen über die Salierbrücke und ihre Vorgänger zitieren die Führer teilweise aus historischen Quellen und veranschaulichen das Gesagte mit Fotos und anderem Bildermaterial.

Von der Brücke führt der Weg auf der pfälzischen Seite weiter am Naturfreundehaus vorbei in den Domgarten. Dort wird bei einem kurzen Zwischenstopp an der bronzenen Kaisergruppe des 2011 verstorbenen Malers und Bildhauers Georg Günther Zeuner in Form eines geschichtlichen Abrisses über 2000 Jahre Speyerer Historie informiert. Dann geht es entlang der Nordseite des Domes zum Domplatz, wo die Führung endet und die Teilnehmer anschließend Gelegenheit haben, der Stadt einen Besuch abzustatten. Eine Führung von der pfälzischen auf die badische Seite wird nicht angeboten. Für den Rückweg zum rechtsrheinischen Parkplatz kann der Shuttle genutzt werden. Das sollte kein Problem sein, denn die letzte Abfahrt der Kleinbusse am Domplatz erfolgt nach aktuellem VRN-Fahrplan an allen Werktagen um 0.05 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 21.07 Uhr.

An folgenden verkaufsoffenen Sonntagen finden die Führungen zweimal täglich um 12 und 14 Uhr statt: 7. April, 5. Mai, 6. Oktober, 27. Oktober. Zusätzlich wird jeweils eine Führung um 13 Uhr an folgenden Wochenenden mit Brückentagen angeboten: Freitag, 31. Mai, Samstag, 1. Juni, Freitag, 21. Juni, Samstag, 22. Juni, Freitag, 4. Oktober, Samstag, 5. Oktober. mey
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