Sonderveröffentlichung
Themenspecial Ratgeber Pflege - Gesundheitsmesse Mannheim

Respekt vor der Vielfalt des Alterns

Senioren-Assistenz: Bei den Alltagshelfern kommt es auf die Qualifikation an

Die Freiheit, selbst Entscheidungen zu treffen und seinen eigenen Willen auszuleben, ist ein hohes Gut. Es macht das Selbstwertgefühl jedes Menschen aus. Nicht umsonst heißt es: „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.“ Dies hört mit zunehmendem Alter nicht auf. Im Gegenteil: Sich mit seinen ganz persönlichen Wünschen und Bedürfnissen weiterhin ernst genommen zu fühlen und diese zu verwirklichen, wird mit den Jahren oft sogar noch viel bedeutsamer.

Professionelle Senioren-Assistenten etwa setzen mit ihrer Tätigkeit genau an diesem Punkt an: Sie unterstützen ältere Menschen auf ebenso vielfältige wie individuelle Weise im Streben nach dem Erhalt von Lebensqualität, Unabhängigkeit, Zugehörigkeit und Wertschätzung.

Sich auf jeden Einzelfall einstellen

Während ihrer umfangreichen beruflichen Qualifikation lernen Senioren-Assistenten, dass Altern kein gleichförmiger Prozess ist, sondern sich sehr differenziert vollzieht. Anhaltende Gesundheit, hohe Mobilität und Unternehmungslust im hohen Alter sind ebenso möglich wie zunehmende körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen. Sich auf diese höchst unterschiedlichen Befindlichkeiten sensibel und in jedem Einzelfall einzustellen, ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von qualifizierten Senioren-Assistenten im Vergleich zu anderen niedrigschwelligen oder ehrenamtlichen Diensten.

Anspruchsvolle Berufsstatuten

„Hinzu kommen so wichtige Befähigungen wie Empathie, aufmerksames Zuhören und vor allem die Berücksichtigung der jeweiligen Lebensbiografie jedes einzelnen Menschen“, erklärt Carolin Gatzke, Vorsitzende des Vorstands der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD). Die Mitglieder des Berufsverbandes verpflichten sich in ihren Statuten zu regelmäßigen Fortbildungen sowie zur Einhaltung anspruchsvoller Qualitäts- und Ethik-Standards bei der Berufsausübung wie etwa der Anerkennung der sogenannten Pflege-Charta. Entsprechend vielfältig sind die Erfahrungen, über die Senioren-Assistenten aus ihrer praktischen Tätigkeit heraus berichten können: Mal steht die Mobilisierung und aktive Teilhabe am Tagesgeschehen oder am kulturellen Leben im Vordergrund, ein anderes Mal sind es die weitere Ausübung von Hobbies oder der Genuss von anregenden Gesprächen, menschlicher Zuwendung und Gesellschaft durch ein selbst gewähltes Gegenüber. tmn

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