Sonderveröffentlichung
Themenspecial Gesund leben!

Recht auf Testung steht vor dem Umbruch

Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge: Künftig alle drei Jahre Anrecht auf Untersuchung


Die Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge steht vor einem bedeutenden Umbruch: Bisher kann der Frauenarzt gesetzlich versicherten Frauen den HPV-Test nur als IGeL-Leistung anbieten. Dies wird sich zukünftig ändern, denn der Test auf eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) – der wichtigste Risikofaktor bei der Entstehung eines Zervixkarzinoms – wird in die Gebärmutterhalskrebs- Vorsorge fest aufgenommen. Ein Thema, das Ärzte bereits jetzt beschäftigt. Welche Auswirkungen haben die Änderungen auf ihre Arbeit? Wie kann eine qualitativ hochwertige Vorsorge weiter gewährleistet werden? Was bedeutet das für die Zusammenarbeit von Gynäkologen und Labor? Um den Betroffenen die Möglichkeit zum Diskurs und zur Diskussion dieser Fragen zu bieten, hat Roche eine Diskussionsrunde organisiert.

Test-Qualität geht vor Schnelligkeit 

Gynäkologen bekräftigen bei der Diskussionsrunde, dass die Test-Qualität an erster Stelle stünde. „Die Befundqualität ginge vor einem schnellen Ergebnis – das wüssten auch die Patientinnen“, waren sich die anwesenden Gynäkologen einig. Ein Großteil der Gynäkologen wisse allerdings nicht, welche HPV-Tests ihr Labor nutzt – das bestätigt auch das Meinungsbild der Diskussionsrunde. Wichtig sei für sie, dass die Tests klinisch validiert seien und eine entsprechende Zulassung einer Arzneimittelbehörde hätten sowie Studien zur Langzeitsicherheit vorweisen sollen. „Insgesamt finde ich, wird das Qualitätsbewusstsein in Labor und Klinik besser. Ich bespreche gerne eventuelle Probleme beim Abstrich oder einer Biopsie – hierzu sind wir Ärzte meiner Meinung nach verpflichtet, denn das macht die gute Qualität der Diagnostik für die Patientin aus. Dazu setze ich mich mit den zuweisenden Gynäkologen zusammen und bespreche die kritischen oder die merkwürdigen Befunde, bei denen auch der Gynäkologe nicht genau weiß, wie er sie einordnen soll, um eine gemeinsame Lösung zu finden“, sagt Prof. Katharina Tiemann, Fachärztin für Pathologie, Hamburg.

Kombinierte Untersuchung mit HPV-Test erfordert mehr Dysplasieeinheiten 

Mit der Einführung der neuen Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge wird mit steigenden Patientinnen- Zahlen gerechnet. Diese sollen zukünftig von Krankenkassen per Post an die Vorsorgetermine erinnert und eingeladen werden. Das Vorgehen bewerten die Teilnehmer der Diskussionsrunde positiv, sehen den erwarteten Zustrom an Patientinnen allerdings auch mit Sorge. Dies bedeutet ein mehr an Informations- und Aufklärungsbedarf, aber auch einen Bedarf an Ressourcen, der aktuell noch nicht gedeckt sei. Im Moment betrage die Wartezeit für eine Dysplasiesprechstunde bereits bis zu vier Monaten.

Gute Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Laboren das A und O

Neben der Qualitätssicherung und der Ressourcenabdeckung hebt die Diskussionsrunde die interdisziplinäre Zusammenarbeit hervor und bestätigt, dass kurze Kommunikationswege und ein guter persönlicher Kontakt wichtig seien. Empfehlungen des Labors würden von Gynäkologen gerne angenommen. Ein Gynäkologe aus der Diskussionsrunde berichtet, er werde einmal im Quartal von seinem Labor eingeladen, um persönlich auf den neuesten Stand gebracht zu werden bezüglich gesundheitspolitischer und medizinischer Neuerungen. Dies ist nur ein Beispiel, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit aussehen kann. pr

Weitere Informationen unter www.roche.de/cxca
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