Sonderveröffentlichung
Themenspecial Mannheimer Immobilientage 2020

Noch ganz dicht?

Experte: Wer poröse Dichtungen tauscht, schützt sein Zuhause vor Kälte und Feuchtigkeit und spart Heizkosten

Während Türen und Fenster lange halten, werden Dichtungen weit früher Spröde, härten aus oder sind mechanisch zerstört. Bild: djd/GfA-Dichtungen/Getty Images/nadisja

25.09.2020
Noch ganz dicht? Image 1
Kaum ein Mieter oder Eigenheimbesitzer macht sich Gedanken über das Thema Dichtungen. Einmal eingebaut, verbleiben sie oft Jahrzehnte in Fenstern und Türen. Dabei haben sie in der Regel nur eine Lebensdauer zwischenfünf und 15 Jahren. Denn während Türen und Fenster Jahrzehnte halten, werden Dichtungen früher spröde und härten aus oder sie sind mechanisch zerstört. Die Folge: Kälteeinbruch, Feuchtigkeit in der Wohnung oder im Haus und ein erhöhter Energiebedarf. Ein Austausch der alten verschlissenen Dichtungsprofile ist dann unerlässlich, schließlich führen poröse Dichtungen zunächst unmerklich, aber stetig zu einem steigenden Energiebedarf. Mit der nächsten Nebenkostenabrechnung kommt dann die böse Überraschung in Form von Heizkostennachzahlungen. „Intakte Dichtungen reduzieren zudem maßgeblich Lärm von außen. Gerade in Metropolen und Innenstädten tragen Dichtungen daher auch massiv zu mehr Lebensqualität bei“, erklärt Dichtungsexperte Lars Hagemeier. Dem Experten zufolge lässt sich durch die Erneuerung von Dichtungen Krach deutlich hörbar reduzieren.
   
Tipp: So lassen sich kaputte Fenster- oder Türdichtungen identifizieren

Ob Fenster oder Türen noch dicht schließen, kann jeder selbst prüfen. „Einfach ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen klemmen. Kann man es einfach herausziehen, ist entweder die Dichtung hinfällig oder das Fenster nicht mehr richtig eingestellt“, weist Lars Hagemeier auf einen Trick hin. Die zweite Möglichkeit: „Mit einer brennenden Kerze am Tür- oder Fensterrahmen entlangfahren. Flackert die Flamme oder geht sie sogar aus, sollte man in jedem Fall handeln und umgehend einen Handwerksbetrieb zurate ziehen. Der Fachmann findet die richtige Ersatzdichtung, tauscht sie aus und stellt das Fenster wieder richtig ein.
  
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Dichtungstausch dem Fachmann überlassen

Um Schwachstellen zu schließen, kann man mit einem Teppichmesser oder einer Schere ein Stück der alten Dichtung entfernen und damit zum Fachbetrieb oder Fachhändler gehen. Dieser erfragt beim Dichtungsspezialisten das entsprechende Dichtungsprofil und stimmt die benötigte Menge der Meterware ab. Noch besser sind bereits komplett verschweißte Dichtungsrahmen. Innerhalb weniger Tage bekommt der Kunde dann ein Gegenmuster oder die bestellte Dichtung. „Den Tausch sollte man indes ausschließlich vom Fachmann vornehmen lassen. Denn nur der Profi kann den korrekten Sitz und die einwandfreie Funktion prüfen“, rät Lars Hagemeier. djd

Nie wieder „Schlüssel weg“

Schlüsselverluste sind nicht nur ärgerlich, sie können auch richtig teuer werden. Bei Schließanlagen müssen zumeist mehrere Schlösser ausgetauscht werden. Eine Alternative bieten etwa Schließzylinder, die Türen mit einem RFID-Transponderchip (Radio-Frequency-Identification) ver- und entriegeln. Sie ersetzen herkömmliche Schließzylinder und sind in wenigen Minuten einzubauen. Zudem lassen sie sich mit Gefahrenmeldesystemen koppeln und in ein Smart-Home-Konzept einbinden. djd