Sonderveröffentlichung
Themenspecial Sandhofen im Frühling

Nach den Eisheiligen geht’s los

PFLEGE: Pflanztipps für Sommerblüher

Nicht mehr lange, dann sind die Eisheiligen – 11. bis 15. Mai – überstanden. Dann kann es im Garten richtig losgehen: Dann dürfen endlich auch die frostempfindlichen Knollen in den Boden gebracht werden, wie Dahlien, Zantedeschia oder Anemonen. Damit die Blütenpracht im Sommer so eindrucksvoll wie möglich wird, sollte man beim Pflanzen jedoch einige Punkte beachten. Welche das sind, verrät Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek.

Dahlien mögen lockeren Boden

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Dahlien stammen ursprünglich aus Mexiko. Nicht verwunderlich also, dass es die Exotinnen warm mögen. „Dahlien brauchen einen sonnigen Standort, denn nur dort können sie sich optimal entwickeln“, betont van der Veek. „Der Boden sollte locker und gut drainiert sein, damit das Gieß- und Regenwasser versickern kann. Ist der Boden zu lehmig, kann eine Schicht grober Sand helfen.“ Die Knollen der Dahlien erinnern an Hände und werden mit der Triebspitze nach oben flach in die Erde gebracht – die „Finger“ liegen dann fast waagerecht im Boden. Um das Wurzelwachstum anzuregen, ist es wichtig, nach dem Pflanzen gut zu gießen. Ein weiterer Tipp: Schneidet man die Spitzen der Knospen ab, sobald die Dahlien eine Höhe von circa zwanzig Zentimetern erreicht haben, verzweigen sich die Pflanzen und entwickeln eine größere Blütenpracht.

Zimmercalla bevorzugt Sonne

In Bezug auf die Zantedeschia gibt es einige Irrtümer. So kennen viele Pflanzenfreunde sie ausschließlich unter dem Namen „Zimmercalla“ und verorten sie daher ausschließlich Indoor. Dabei gibt es eine Reihe Knollen- Zantedeschia, die sich im Garten wunderbar bewährt haben. „Im Internet liest man zudem häufig, dass die Zantedeschia ein Schattengewächs sei. Das stimmt aber nicht. Sie stammt aus den Tropen und wünscht sich pralle Sonne“, betont der Experte. Ihre Knollen kommen ungefähr zehn Zentimeter tief in die Gartenerde, denn zusätzlich zu ihren Wurzeln an der Unterseite, entwickeln die Pflanzen auch Wurzeln oberhalb der Knolle. Im Anschluss sollte nur sparsam gegossen werden. Ansonsten entwickeln sich die Blätter zu schnell und zu stark und lassen den Blüten nicht genügend Raum.

Kronen-Anemone im Frühling pflanzen

Bei der Kronen-Anemone, Anemone coronaria, ist es die Pflanzzeit, die viele Gartenfreunde verwirrt. „In fast allen Gartenbüchern und Blogs ist zu lesen, dass ihre Knollen von Herbst bis Winter in den Gartenboden gesetzt werden sollten. Ich empfehle aber, sie erst im Frühjahr zu pflanzen“, so der Blumenzwiebelspezialist. „Nach meiner Erfahrung entwickelt sich die Garten-Anemone dann viel besser.“ Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Ideal ist ein durchlässiger, leicht sandiger Boden. Dort kommen die knorrigen Knollen, die wie ein hartes Stück Holz aussehen, fünf bis acht Zentimeter tief in die Erde. Noch ein Tipp: Legt man sie im Vorfeld für einige Tage in Wasser, regt man damit das Wachstum an.

Jetzt heißt es nur noch sich bis zum 15. Mai, dem letzten Tag der Eisheiligen, zu gedulden und schon kann man mit der Gartenarbeit anfangen. TEXT: fluwel.de/imp

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