Weltklasse im Springreiten, in der Dressur und Paradressur aus 25 Nationen versammelt sich beim 59. Maimarkt-Reitturnier vom 4 bis 9. Mai im MVV-Stadion. Längst hat sich die Mannheimer Pferdewoche im internationalen Kalender etabliert. Dass sie im Springreiten eine Qualifikation für die EM im September in Mailand und schon für die Olympischen Spiele 2024 in Paris ist, in der Dressur zudem ein wichtiger Schritt zur heimischen EM in Riesenbeck (September), unterstreicht ihren Wert. Und dass sie nach der Premiere des Longines-EEF-Nationenpreises im vergangenen Jahr bis 2025 eine sichere Station der Serie ist, macht Organisations-Chef Peter Hofmann stolz. „Aber unser Turnier ist eines für alle“, betont er das Außergewöhnliche der Veranstaltung. Denn alle Besucher des Maimarktes können Reitsport auf höchstem Niveau kostenlos von den Stehplätzen aus verfolgen. Neu sind die „Info-Stewards“ die Fragen rund um das Geschehen beantworten.

Der Drei-Sterne-Nationenpreis am Sonntag (7. Mai) mit Equipen aus zehn Ländern, das Championat (6. Mai) und der Diringer&Scheidel-Preis (8. Mai) sind Qualifikationen für die „Die Badenia“, den Großen Preis der MVV Energie AG (9. Mai). „Jeder will sie einmal gewinnen“, sagte nicht nur Vorjahressieger Andre Thieme, sondern bestätigte auch Lokalmatador Richard Vogel. Der 25-Jährige, der beim RV Mannheim seine Ausbildung zum Pferdewirt machte und seither für den Club startet, sei – so Hofmann – der Shooting-Star der Szene, vereine Talent und Erfolgswille wie schon lange kein anderer Reiter mehr in Deutschland. Doch ob er das bislang nominierte Nationenpreis-Team mit Mario Stevens, Patrick Stühlemeyer, David Will und Philipp Schulze-Topphoff ergänzt, hängt davon ab, welche Pferde er von seinem Standort Dagobertshausen nach Mannheim mitbringt. United Touch, mit dem er vor zwei Wochen die zweite Prüfung des Weltcup-Finales in Omaha gewann und insgesamt bester Deutscher (8.) wurde, ist es nicht. „Er braucht eine Pause“, sagt Vogel. Auf jeden Fall sei die deutsche Equipe „heiß auf den Sieg“, den sie 2022 knapp der Schweiz überlassen musste. Harte Konkurrenz kommt aus Schweden, denn das Team wird von Henrik van Eckermann angeführt, dem derzeit besten Reiter der Welt. Er ist Team-Olympiasieger, Doppelweltmeister, Weltcup-Gewinner und Weltranglistenerster.

Im Dressurviereck wollen die Team-Olympiasiegerinnen Isabell Werth (Rheinberg) und Dorothee Schneider (Framersheim) Hof halten, sie müssen sich vom 6. bis 9. Mai in insgesamt vier Vier-Sterne-Prüfungen durchsetzen. Ein Jubiläum feiern die Para-Equestrians aus 15 Nationen (4. bis 6. Mai), sie stehen seit 20 Jahren für gelebte Inklusion. sd

Der Nationenpreis wird am 7. Mai vom SWR live übertragen, auf ClipMyHorse, HD+ und Sky sind alle 46 Prüfungen weltweit zu sehen. Karten für die Haupttribüne (20 bis 35 Euro) gibt es auch online (www.maimarkt-turnier.de).