Sonderveröffentlichung
Themenspecial Ratgeber Pflege

Leistungen vergleichen

Ambulante Dienste: Was bei der Auswahl zu beachten ist

Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sind sie oft kaum wegzudenken: die ambulanten Pflegedienste. Sie greifen den Betroffenen in Bereichen wie Körperpflege und Ernährung unter die Arme. Wie sollte man aber bei der Auswahl eines solchen Dienstes vorgehen? Zunächst ist es wichtig, den Bedarf genau zu klären, wie die Verbraucherzentralen raten. Dabei sollten sich Angehörige überlegen, welche Hilfe sie selbst leisten können und was der Dienst übernehmen soll.

Bei der Suche nach einem passenden Dienst können Pflegestützpunkte oder die Pflegekasse ein erster Anlaufpunkt sein: Sie bieten Preisvergleichslisten und Anschriften von Pflegediensten in der Region an. Mit der Pflegekasse sollten Angehörige vorab klären, ob und welche Kosten übernommen werden. Laut Verbraucherschützer lohnt es sich, mehrere Dienste vor Vertragsabschluss zu vergleichen. Der Grund: Die Preise und Leistungen der jeweiligen Anbieter sind oft unterschiedlich. Ist die Auswahl eingeengt, sollte man sich bei einem Hausbesuch der jeweiligen Dienste ausführlich und möglichst kostenlos über deren Leistungen beraten lassen. Dazu gehören auch mögliche spezielle Ansprüche an das Pflegepersonal, das Abrechnungsverfahren und ein Kostenvoranschlag.

Der Pflegevertrag sollte schriftlich geschlossen werden. Darin müssen die Leistungen und Kosten geregelt sein. Pflegebedürftige dürfen den Vertrag mit dem Dienstleister jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn sie nach einem Vertrauensbruch oder aus anderen wichtigen Gründen den Anbieter wechseln möchten. Umgekehrt sollte man darauf achten, dass im Vertrag eine möglichst lange Kündigungsfrist für den Pflegedienst festgelegt ist. Das gibt Pflegebedürftigen und ihren Familien Zeit für die Suche nach einem neuen Anbieter. dpa

Neue Regelungen

Pflegefachkraft: Für wen eignet sich die Ausbildung?

Babys, Kinder oder Ältere: Angehende Pflegefachkräfte erhalten künftig eine universelle Ausbildung in allen Pflegebereichen. Seit Anfang Januar 2020 gibt es die neue Ausbildungsordnung für Pflegeberufe. Die bisherigen Ausbildungsberufe werden in der Berufsausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau zusammengefasst. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal „Planet-Beruf“ hin. Bisher hatten sich Azubis von Anfang an zwischen Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege entscheiden müssen.

Die Ausbildung findet in der Berufsfachschule sowie in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen statt. Dort lernen die angehenden Pflegefachkräfte, was im Umgang mit Patienten jeden Alters wichtig ist. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte also viel Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl mitbringen. Daneben ist unter anderem körperliche Belastbarkeit wichtig, wenn zum Beispiel ein Patient umgebettet werden muss.

Außerdem ist ein mittlerer Schulabschluss nötig, der nach der zehnten Klasse erreicht wird. Wer einen Hauptschulabschluss hat, muss zunächst eine andere Berufsausbildung abschließen, etwa zum Pflegehelfer.

Azubis bekommen während ihrer Lehrzeit vom Ausbildungsbetrieb eine Vergütung. In Einrichtungen des öffentlichen Dienstes liegt sie bei rund 1140 Euro brutto im ersten Lehrjahr und steigt dann stufenweise auf rund 1300 Euro brutto monatlich an. Neu ist, dass auch an privaten Berufsfachschulen kein Schulgeld mehr gezahlt werden muss. dpa
   
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