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Im Altbau oft knifflig

Fußbodenheizung: Bauherren sollten genau auf Vorzüge und Tücken achten

Bei der Installation einer Fußbodenheizung werden Schläuche mit Hilfe eines Tackers auf Dämmplatten verlegt, darüber kommt Estrich. BILD: NESTOR BACHMANN/DPA-MAG

7.12.2020
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Wer seine neue Heizung plant, steht vor der Frage: Wie sollen die Räume beheizt werden – Flächenheizung oder Heizkörper? Etwa die Hälfte der Bauherren, die ein neues Einfamilienhaus bauen, wählt eine Fußboden- oder Wandheizung. In Altbauten sind aber oft Heizkörper die bessere Lösung.
     
„Am gebräuchlichsten ist die Warmwasserfußbodenheizung», erklärt Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. „Sie bildet ein nahezu konstantes Temperaturprofil aus, ohne markante Abweichungen in Fußbodenbeziehungsweise Deckennähe, wie sie andere Heizsysteme aufweisen.“
   
Flächenheizungen sind zudem sehr sparsam, weil sie mit geringeren Vorlauf- und Betriebstemperaturen auskommen als herkömmliche Heizungen. Die unter der Oberfläche verlegten Heizrohre erwärmen große Flächen. Das ist effektiver als bei Radiatorheizungen, die eine wesentlich kleinere Heizfläche haben.

Warum Fußbodenheizung bares Geld einspart

„Durch den hohen Strahlungsanteil der Fußbodenheizung kann die eingestellte Raumtemperatur ein bis zwei Grad niedriger sein“, erklärt Axel Grimm, Geschäftsführer des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen. Und jedes Grad Temperaturabsenkung spart etwa sechs Prozent Energie – und damit bares Geld.

Geregelt wird die Flächenheizung durch die Änderung der Vorlauftemperatur sowie der Einstellung des Wassermassenstroms. Allerdings lässt sie sich nicht so leicht auf andere Temperaturen einstellen, wie das bei Heizkörpern möglich ist.

„Wegen der relativ schlechten Regelbarkeit von Flächenheizungen wird die kostbare Raumwärme oft nach draußen geschickt, weil die Bewohner die Fenster zum Abkühlen öffnen“, sagt Stefan Materne von der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Er empfiehlt stattdessen die Nachtabsenkung der Heizung mehrere Stunden vor dem Schlafengehen zu aktivieren, damit der „Riesenheizkörper Fußboden“ nachts auch wirklich keine Wärme mehr in den Schlafraum abgibt. Grimm versichert, dass der Einbau einer Flächenheizung in einem Neubau unproblematisch und nicht teurer als eine vergleichbare konventionelle Heizung ist.

„Die wasserführenden Rohre aus Kunststoff, Metall oder einem Verbundmaterial aus diesen Materialien werden schlangen- oder spiralförmig auf der Dämmschicht auf dem Boden oder an der Wand verlegt“, beschreibt Ebisch den Einbau.

„Dann werden sie mittels Rohrclips oder auf speziellen Systemplatten befestigt und anschließend in den Putz oder Estrich eingebettet.“

Warum sich Altbau und Fußbodenheizung nicht immer vertragen

„Manchmal kann es aber problematisch werden, wenn eine Fußbodenheizung in einem Altbau verlegt werden soll“, sagt Materne. Oft fehlt es an Fußbodenhöhe oder der Holzfußboden schwingt stark. Außerdem haben Altbauten meist einen größeren Energiebedarf als gut gedämmte Neubauten.

Die Flächenheizungen können ihre Vorteile aber nur voll entfalten, wenn die Wärme im Haus bleibt, das Gebäude also gut gedämmt ist. „In schlechter gedämmten, älteren Häusern sind Heizkörper meist die bessere Wahl, vor allem, wenn das Rohrsystem schon vorhanden ist. Es ist dann immer die preiswertere Option“, erklärt Materne weiter. dpa-ma
      

Richtig mit Holz heizen

Draußen ist es kalt und nass. Genau die richtige Zeit also, seinen gemütlichen Kamin anzufeuern. Bloß: Welches Holz ist das richtige dafür? Denn verfeuern darf man nur zugelassene Brennstoffe, die umweltgerecht sind. Zugelassene Brennstoffe sind in der Regel nur trockene, unbehandelte Holzscheite sowie Briketts aus Holzspänen oder Braunkohle. Darauf weist der in Europa führende Fachverband, der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik, hin. Besonders wichtig: Lackiertes oder beschichtetes Holz sowie Spanplatten, Kunststoff oder Abfälle jeglicher Art gehören nicht in den Kamin, sondern müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. dpa-mag