Sonderveröffentlichung
Themenspecial 50 Plus

Hennes Bender - Was hört und liest eigentlich...

NACHGEFRAGT: „Ich hab nur zwei Hände!“ lautet das Programm, mit dem Comedian Hennes Bender auf Tour geht. Mitte Oktober ist er damit im Capitol zu Gast.

BILD: MENAZOO

12.08.2020
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Hennes Bender ist ein Freund vieler Worte. Daran hat sich auch in seinem neuesten Programm nichts geändert. Und wieder stellt er sich ohne Punkt und Komma den großen Fragen des Lebens: Lästern Alexa und Siri hinter meinem Rücken über meinen Haaransatz? Ist die Cloud, in der ich meine Daten lagere, wirklich eine Wolke oder nur ein anderer Computer? Wozu eine Vorratsdatenspeicherung, wenn ich ein Langzeitgedächtnis habe? Und überhaupt: Sollte eigentlich nicht alles leichter sein als vorher? Stattdessen jonglieren wir unser Leben zwischen iPad, Thermomix und Staubsaugerroboter und haben trotzdem weniger Zeit als vorher. Inzwischen bricht der öffentliche Nahverkehr zusammen, die Regierung meldet kollektive Arbeitsverweigerung und im Internet wird nur noch gehasst! Und dann der Moment, in dem man an sich hinabschaut und feststellt: Ich hab nur zwei Hände! Und die sind einem dann auch meistens noch gebunden! Nur mit einem Mikrofon bewaffnet stellt sich Hennes Bender – einer der langlebigsten und dienstältesten Stand-Up-Komiker Deutschlands – vor sein Publikum und demonstriert auf seine eigene, sprachverliebte und quirlige Art, dass iderstand nicht zwecklos ist. Kleiner Mann, große Klappe und viel dahinter. Hennes Bender ist wieder zurück. Aber so was von. Wer sich davon überzeugen möchte, kann das – nach heutigem Stand – unter anderem am Donnerstag, 15. Oktober, im Mannheimer Capitol machen. Ab Ende August ist der Comedian nach der Corona-Zwangspause wieder auf Tour.

Vorher hat sich der 52-Jährige noch Zeit genommen und gibt Ihnen seine ganz persönlichen Leseempfehlungen und verrät, was er in seiner Freizeit gerne hört. Von Ludwig Ricke

- Ich lese gerade „With Nails“, die sehr aufschlussreichen Filmtagebücher von Richard E. Grant, „Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer“, eine Dystopie über das überschwemmte Ruhrgebiet und „Blue Moon“ von Lee Child. Außerdem liegt immer irgendein Jack-Reacher-Krimi hier herrum, das sind die perfekten Reisebegleiter.

- Aktuell laufen bei mir viele alte Vinyl-Hörspiele aus meiner Kindheit. Gott sei Dank schmeiße ich nie was weg. Dann noch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ als Hörbuch und den Soundtrack zu „Anne with an E“. Und natürlich David Bowie.