Sonderveröffentlichung
Themenspecial Gesund leben!

Hautunreinheiten den Kampf ansagen

Akne: Dermatologen und Kosmetiker können Linderung verschaffen

Am liebsten möchte man sich verstecken: Das Gesicht sieht aus wie ein Streuselkuchen. Und nein – die Pubertät ist nicht schuld, die liegt nämlich längst hinter einem. Aber was verursacht dann die unreine Haut? Vor allem Frauen sind häufiger betroffen. Die Ursachen sind vielfältig. Dreh- und Angelpunkt der Erwachsenenakne sind die Talgdrüsen, die vermehrt aktiv sind, erklärt Prof. Philipp Babilas vom Hautzentrum Regensburg. Je höher die Aktivität, destoprominenter die Poren und desto fettiger die Haut. Wenn die Talgdrüsen verstopfen, bilden sich Mitesser.

DEN URSACHEN AUF DEN GRUND GEHEN

Das liegt einmal daran, dass manche Menschen einfach die genetische Veranlagung dazu haben, sagt Babilas, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist. Eine weitere Ursache, vor allem bei Frauen: die Hormone. So kann eine Dysbalance der Sexualhormone – bei Frauen also ein zu großes Maß an den männlichen Sexualhormonen – dafür sorgen, dass die Poren schneller verstopfen. Nach hormonellen Veränderungen, etwa dem Absetzen der Pille oder einer Geburt, entdecken Frauen öfter, dass sich auch ihre Haut dadurch verändert. Doch nicht nur genetische Veranlagung und Hormonwelt schlagen sich auf das Hautbild nieder. Auch die Ernährung kann sich bemerkbar machen. So wirke es sich beispielsweise auf die Talgdrüsenproduktion aus, wenn der Blutzuckerspiegel nach oben geht. Laut dem Dermatologen Babilas können unter Umständen auch Milchprodukte das unreine Hautbild verstärken: Denn die Proteine darin wirken entzündungsfördernd.

Daneben spielt auch die Psyche eine Rolle. Wie es uns innerlich geht macht sich im Hautbild bemerkbar. Und nicht zuletzt kann sich auch eine schlechte Pflege beim Hautbild niederschlagen. Es wird zu leichten Cremes und milden Waschgels mit möglichst wenig chemischen Zusatzstoffen geraten. Wichtig ist, das Gesicht nicht nur abends, sondern auch morgens zu reinigen. Denn die Toxine, die ausgeschieden werden, müssen am Morgen erst abgewaschen werden. Kommt einfach direkt eine Creme darauf, irritiert das sonst die Haut.

DERMATOLOGE ZU RATE ZIEHEN

Gene, Hormone, Ernährung, Stress und Pflege – die Palette der möglichen Ursachen ist groß. Und alleine findet man nicht heraus, woran es denn nun liegt, dass man mit 30 immer noch aussieht wie viele 15- Jährige. Deshalb raten die Experten dazu, gemeinsam mit einem Dermatologen das Problem anzugehen. „Das ist ein Programm, das wird abgearbeitet“, beschreibt Babilas. Dabei arbeitet der Dermatologe auch mit einem gynäkologischen Experten zusammen, um abzuklären, wie der Hormonspiegel aussieht. Dann dreht man an anderen möglichen Stellschrauben. „Gerade bei den Frauen ist es oft so, dass man von allem etwas hat“, erklärt der Dermatologe. Aber er macht Mut: „Mit dem Gesamtprogramm erreicht man dramatische Verbesserungen.“

KOSMETISCHE BEHANDLUNGEN

Neben Dermatologe und Gynäkologe kommt auch ein Kosmetiker mit ins Boot. Behandelt werden kann die unreine Haut etwa mit Fruchtsäurepeelings. Dabei werden die obersten Hautschüppchen abgetragen. Außerdem wird die Haut auf sanfte Weise gereinigt. Das hilft vor allem gegen verhornte Stellen, die die suchenden Finger so gerne abknibbeln möchten – und es damit nur schlimmer machen. Wichtig ist, vor allem bei entzündeten Stellen nicht in Eigenregie zum Beispiel Rubbel-Peelings zu machen.

So eine Therapie – mit all den verschiedenen Stellschrauben – dauere manchmal bis zu einem Jahr, sagt Babilas. „Ziel ist, dass sich das Hautbild stabilisiert.“ Ist es schließlich besser, müssen Betroffene natürlich weiter darauf achten, sich gesund zu ernähren, Stress und knibbeln zu vermeiden und sich richtig zu pflegen.

Zur Nachbehandlung kommen dann auch noch weitere kosmetische Behandlungen infrage – zum Beispiel die Mikrodermabrasion. Mit Kristallen wird dabei die Haut tief gereinigt – bei akuter Akne ist das noch ein No-go.. Auch Masken aus Heilerde können zum Einsatz kommen, sie wirken antientzündlich, sagt Fehrenbach. Und so gehört das Thema unreine Haut hoffentlich tatsächlich endlich der Vergangenheit an. dpa


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