Sonderveröffentlichung
Themenspecial Freizeittipps in der Metropolregion

Faszination Felsenmeer

Beeindruckende Naturlandschaft, römischer Steinbruch und einmaliger Abenteuerspielplatz

Das Felsenmeer bei Reichenbach im Lautertal ist mit seinen übereinanderliegenden Kletterfelsen und zahlreichen römischen Werkstücken aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus eines der bekanntesten Ausflugsziele im Odenwald. Bereits vor mehr als 300 Millionen Jahren begann die Entstehung der etwa 800 Meter langen und 50 Meter breiten Felsenlandschaft. Durch das Aufeinandertreffen von Kontinenten schmolz im Erdinneren Gestein. Ganz langsam erkaltete es und zerteilte sich dabei in einzelne Stücke. Weitere viele Millionen Jahre nagte nun vor allem aggressives Wasser so lange an den Steinen, bis sie alle rund waren. Heute bewegt sich kein Stein mehr, weshalb das Felsenmeer ein beliebtes Naherholungsgebiet und Ausflugsziel für Familien und Wanderer ist.

Besucher können wahlweise über die Felsen klettern, oder entlang der markierten Wege den Berg erklimmen. Dank der teils flachen Erhebungen können bereits drei- bis vierjährige Kinder hier klettern – aus Sicherheitsgründen jedoch nie ohne Begleitperson. Ausgerüstet mit griffigem, festem Schuhwerk steht dem Kletterspaß für Groß und Klein nichts mehr im Wege.

Ein Alleinstellungsmerkmal sind die römischen Werkplätze. Fast dreihundert zum Teil unfertige oder beschädigte Werkstücke, haben die Römer auf dem Felsberg hinterlassen. Die fast fertig bearbeitete Riesensäule, ein Werkstück der römischen Steinmetze, ist eine der Hauptattraktionen des Felsenmeeres. An ihr lässt sich noch erkennen, dass die Steinmetze sie damals zerteilen, bearbeiten und transportierten wollten.

IMMER EINEN BESUCH WERT

Wer Näheres über die Entstehungsgeschichte des Felsenmeeres und das Wirken der Römer im Felsberg erfahren möchte, kann sich an das Informationszentrum am Fuße des Felsenmeeres wenden. Hier kann man auch eine Führung buchen. Ein fachkundiger Führer erzählt dabei alles Wissenswerte. Wer in einer größeren Gruppe anreist, kann auch eine Felsenmeerrallye veranstalten und dabei in der Gruppe unterwegs kleine Aufgaben lösen. Beim Informationszentrum sprudelt auch die „Siegfriedsquelle“. Der Sage nach hat Hagen, ein Vasall des Burgunderkönigs Gunthers, den Drachentöter und Königssohn Siegfried genau an dieser Stelle heimtückisch gemordet.

Das Felsenmeer kann das ganze Jahr über besucht werden. Allerdings sind Klettertouren bei Regen und Schnee nicht zu empfehlen. Das Beste: Das Felsenmeer selbst ist kostenlos, es werden nur Parkplatzgebühren erhoben. Nähere Informationen unter www.felsenmeerinformationszentrum.de. imp

www.felsenmeerinformationszentrum.de

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