Sonderveröffentlichung
Themenspecial Gesund leben!

Eine Krankheit kommt selten allein

Viele Arthrosepatienten haben auch noch andere Beschwerden

Ausgewogenes Essen kann einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten. BILD: DJD/SANOFI/THX

29.09.2020
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Alt werden ist nichts für Feiglinge, so sagt man oft. Und tatsächlich mehren sich mit den Jahren meist nicht nur die Fältchen, sondern leider auch die Wehwehchen. Das wissen viele Arthrosepatienten aus eigener Erfahrung nur zu gut. Denn zwei Drittel aller Betroffenen leiden außer am Knorpelverschleiß noch an mindestens einer weiteren Erkrankung, was sich wohl vor allem auf das Alter zurückführen lässt. So sind 63 Prozent der Menschen mit Gelenkbeschwerden 65 Jahre alt oder älter.

VON BLUTHOCHRUCK BIS DIABETES

Wie eine Studie mit über 1000 Arthrosepatienten ergab, leidet gut jeder zweite unter ihnen gleichzeitig an Bluthochdruck, mehr als ein Drittel unter erhöhten Cholesterinwerten. Auch Magengeschwüre oder Magenschleimhautentzündungen sowie Diabetes treten häufig auf.

Diese sogenannte Komorbidität ist vor allem bei der Behandlung des Gelenkverschleißes unbedingt zu berücksichtigen. Zu den am häufigsten gegen Schmerzen und Entzündungen eingesetzten Medikamenten gehören NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika) wie Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen. Gerade die haben aber oft Nebenwirkungen, die ungünstig für Herz und Gefäße sowie Magen und Darm sein können.

Für Arthrosepatienten, die beispielsweise zusätzlich unter Diabetes, Bluthochdruck oder Magengeschwüren leiden, ist daher häufig eine medikamentöse Alternative mit weniger Risiko gefragt. Eine gute und nebenwirkungsarme Option, die auch in der Behandlungsleitlinie für Gonarthrose aufgeführt ist, bieten Injektionen mit Hyaluronsäure.

In Studien zeigten sich dabei hochmolekulare Hyaluronsäuren, als therapeutisch effektiver als niedermolekulare. Sie werden direkt ins betroffene Gelenk injiziert, wo sie schnell schmerzlindernd, stoßdämpfend und zwölf Monate anhaltend wirken können. Grundsätzlich ist bei der Arthrosebehandlung auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten sinnvoll. An erster Stelle steht hier Bewegung. Regelmäßiges moderates Walken, Radfahren oder Gymnastik sind nicht nur für die Gelenke wichtig, sondern haben auch positive Effekte etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ2-Diabetes. Eine kalorienbewusste, vollwertige Ernährung kann die Gelenke ebenso entlasten und der Gesundheit insgesamt guttun. djd