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Duftende Pracht

AUSFLUGSTIPP: Ihr Name führt in die Irre. Schon weit vor dem Pfingstfest blüht die Pfingstrose, was man in Lorsch derzeit sehr gut sehen kann.

BILD: HACOHOB - STOCK.ADOBE.COM

11.05.2021

Wie herrlich! Wie bunt! Wie duftend! Ein Ausflugsziel, das man trotz aller Corona-Einschränkungen besichtigen kann, mit viel Abstand unter freiem Himmel sowie zudem ohne Eintritt, das gibt es direkt beim Kloster Lorsch. Weil einst im Arzneibuch des Klosters Lorsch als ein Heilmittel die Pfingstrose, die von Mönchen über die Alpen gebrachte Pflanze, genannt wird, widmet die südhessische Stadt der Pflanze eigens einen Lehr- und Schaugarten. Er wird von ehrenamtlichen Helfern betreut.

Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Die „Königin der Kräuter“, wie die Päonie oder Benediktinerrose auch genannt wird, hält Hof. In zartem oder kräftigem Rosa, gar grellem Pink, in hellem Rot oder sattem Dunkelrot, dann wieder in Lila, Orange, Blau, Weiß oder ganz in Gelb beeindruckt sie ihre Betrachter.

Die Erbrecht Expertinen

Wer am Fuß der 1895/96 im neuromantischen Stil aus roten Sandsteinquadern errichteten Evangelischen Kirche im 2013 terrassenartig angelegten Pfingstrosengarten einen Spaziergang macht, kann den Duft der Päonie ebenso genießen wie die Aussicht zum Odenwald oder einfach hinüber zum sattgrünen Rasen vom Klosterhügel des Unesco-Weltkulturerbes Kloster Lorsch. Man sieht unterhalb und hinter der Kirche Wildformen und Züchtungen, sowohl Baum- als auch Stauden-Pfingstrosen, dazu am Hang hängende Päonien, die ihre Blüten nach unten tragen. Manche Sorten sind 30 bis 40 Zentimeter, einige bis drei Meter hoch. Es ist ein Schwelgen in Farben und Fülle.

Man sollte nur schon vor Pfingsten kommen. „Der Name Pfingstrose führt leicht in die Irre, will man ihre Blüten bewundern“, hebt Petra Raulin hervor, die das Gärtnerinnen-Team im Lorscher Päoniengarten leitet. Denn mit über 200 Arten und Sorten aus ganz Europa, Amerika und Asien, die alle unterschiedlich früh oder spät ihre Pracht entfalten, geht die Blütezeit in dem Spezialgarten acht bis zehn Wochen lang, je nach Witterung zwischen April bis Mitte Juni. Sie liegt auch – insbesondere was den Höhepunkt betrifft – meist ein ganzes Stück vor dem Pfingstfest. „Leider wissen das die wenigsten Leute“, bedauert die Kennerin, „und verpassen deshalb oft viel!“ Die ehrenamtlichen Gärtner sorgen daher dafür, dass die Besucher über die Pfingstrosen-Saison hinaus Blumen und blühende Stauden bewundern können.

Über Jahrhunderte gilt die Wurzel der Päonie vor allem als Heilmittel gegen Gicht, gegen Kinder- und Frauenleiden sowie Verschleimungen. Auch als Antiepileptikum wird sie lange verwendet. An diese Rolle und die Klostermedizin erinnern die Lorscher jährlich mit ihren Pfingstrosentagen. Die fallen zwar wegen der Corona-Pandemie aus, aber am 15. und 16. Mai können in Lorsch Pfingstrosen beim Gärtnerinnen-Team gekauft werden (jeweils 11 bis 16 Uhr, Lorsch, Johannisstraße 12). Peter W. Ragge

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