Sonderveröffentlichung
Themenspecial Karrierechancen

Die Welt von Mode und Design

AKADEMIE FÜR KOMMUNIKATION: Zahlreiche Projekte zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum

Die Werkschau der Akademie für Kommunikation (AfK) Mannheim im Quartier Q6/ Q7 war ein voller Erfolg. Auf über 500 Quadratmetern präsentierte die kreative Privatschule Schülerarbeiten zum 100-jährigen Jubiläum des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses. 

In zahlreichen Projekten arbeiten die Schüler der Berufskollegs für Grafik-Design, Mode und Design sowie Mediendesign mit den vielfältigen Inspirationen aus den berühmten Werken, die am Bauhaus prägend entwickelt wurden. Zu sehen waren die hervorragenden Ergebnisse dieser kreativen Auseinandersetzung Anfang April im Rahmen einer Werkschau. Highlight der Veranstaltung war vor zahlreichem Publikum die große Modenschau des Berufskollegs für Mode und Design. Die angehenden Modedesigner präsentierten Outfits, die nach dem Vorbild von Bauhaus-Klassikern wie dem Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe gestaltet wurden. Fotos dieser und vieler weiterer Modeentwürfe wurden in Form von Plakaten präsentiert – fotografiert von Lisa Hess. 

Das Berufskolleg für Grafik-Design setzte sich mit den Schriftarten, der Plakatgestaltung sowie der Erstellung von Broschüren über Bauhaus-Klassiker wie etwa Freischwinger-Stühle auseinander. Ziel war hierbei die Inspiration durch das berühmte Design-Erbe und die Übertragung auf den aktuellen Zeitgeist. Die Mediendesigner des Berufskollegs für Technische Dokumentation begleiteten von Anfang an die Projekte ihrer Designkollegen. Sie filmten Interviews, fotografierten Modeoutfits und arbeiten an einer eigenen Website, um all diese tollen Projekte zu präsentieren. Darüber hinaus entwickelten sie auch eigene Arbeiten wie Piktogramme (Bildzeichen) im Bauhaus-Stil.

Die Zugangsvoraussetzungen für die dreijährigen Berufskollegs für Mode und Design und Grafik-Design an der Akademie sind die Mittlere Reife oder ein gleichwertiger Abschluss sowie eine Aufnahmeprüfung. Bei der zweijährigen Ausbildung zum Medien-Designer genügt die Mittlere Reife oder ein gleichwertiger Abschluss. Wer die Schule vorab kennenlernen möchte, hat im Rahmen eines Praktikums – von kurzen Schnuppertagen bis hin zu BORS- und BOGY-Praktika – Gelegenheit dazu.

Gleichzeitig mit der Berufsausbildung erhalten die Schüler aller Berufskollegs die Möglichkeit, die Fachhochschulreife abzulegen, so dass einem weiterführenden Studium an einer FH nichts im Wege steht. Nach dem Abschluss an der Mannheimer Akademie eröffnen sich den Absolventen vielfältige Karrierewege. imp/pr

Weitere Informationen

Am Mittwoch, 15. Mai, lädt die AfK Mannheim von 17.30 bis 19.30 Uhr zum Infoabend in ihr Schulgebäude, Augustaanlage 32. Dort bieten sich Interessierten vielfältige Informationsmöglichkeiten über die Ausbildungsinhalte sowie ein Rundgang durch die Räumlichkeiten der drei Berufskollegs. Alle Informationen über die kreative Akademie sowie die Dokumentation der Werkschau findet man auf der Schüler-Projektseite www.mannheimdesignt.de.

An Digitalisierung anpassen

Viele Ausbildungsberufe existieren seit Jahrzehnten. Dass sich die Lehrpläne an eine digitalisierte Arbeitswelt anpassen müssen, ist klar. Für Unternehmen hat das bislang noch nicht oberste Priorität, zeigt eine Studie. Sie sehen aber anderswo Handlungsbedarf.

Die Digitalisierung beeinflusst auch die Berufsausbildung. Einige Unternehmen haben die Ausbildung deshalb zum Teil bereits angepasst. Viele sehen aber Handlungsbedarf vor dem Beginn der Berufsausbildung und bei den Berufsschulen. Das legt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln nahe, für die rund 1000 Unternehmen befragt wurden.

AKTIVES EINBRINGEN DER AUSZUBILDENDEN

Um die Ausbildung an die sich verändernde Arbeitswelt anzupassen, greifen Unternehmen auf verschiedene Mittel zurück. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) hat in den vergangenen Jahren zum Beispiel die Ausbildungsinhalte angepasst – wenn auch zum Teil nur in geringem Maße. Und etwa ein Drittel aller Unternehmen (32 Prozent) hat digitale Lehr- und Lernmethoden eingeführt.

In etwas weniger als der Hälfte (46 Prozent) der Unternehmen haben sich Ausbilder gezielt auf die Digitalisierung vorbereitet. Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) gab an, dass die Auszubildenden sich bei der Gestaltung der Ausbildung aktiv mit Ideen und Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung einbringen.

Die Unternehmen sehen Handlungsbedarf vor allem außerhalb ihrer eigenen Zuständigkeiten. Knapp zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) gaben an, dass die Schulen ihre Abgänger besser auf die Anforderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt vorbereiten sollten. Die Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) äußerte auch Bedarf an Weiterbildungsangeboten für Ausbilder.

Die Zufriedenheit der Unternehmen mit den Berufsschulen fällt der Studie zufolge beim Thema Digitalisierung eher schwach aus. Sowohl mit der Vorbereitung der Auszubildenden an der Berufsschule als auch technischen und personellen Ausstattung waren die Unternehmen insgesamt wenig glücklich. Jeweils etwas über ein Drittel war mit der Anzahl verfügbarer Lehrkräfte (37 Prozent) und deren digitaler Kompetenz (35 Prozent) unzufrieden. Vier von zehn Unternehmen (40 Prozent) kritisieren die technische Ausstattung.

Bei der Frage nach notwendigen Veränderungen, stimmen fast ein Drittel der Unternehmen (32 Prozent) der Aussage zu, dass neue Ausbildungsberufe geschaffen werden sollten. Stärker jedoch ist der Wunsch, die vorhandenen Ausbildungsberufe zu modernisieren und neue Zusatzqualifikationen zu schaffen. Den Aussagen stimmten jeweils fast drei Viertel der Unternehmen voll oder teilweise zu (72 und 73 Prozent). dpa/tmn

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