Sonderveröffentlichung
Themenspecial 4 Wände

Die Ausbildung zum Klimaschutz der Zukunft

Dachdecker-Innung Mannheim: „Vielleicht leben wir bald ohne Auto - aber niemals ohne Dach"

Ganze Grünlandschaften können auf einem Dach entstehen und gleichen somit einen Teil der Flächenversiegelung aus.

9.10.2020
Die Ausbildung zum Klimaschutz der Zukunft  Image 1

Auch wenn es für viele Menschen noch nicht so richtig vorstellbar ist - ein Leben ohne das Auto: Ein Leben ohne Hausdach wäre jedoch der Rückfall in die Steinzeit.

„Wir bilden seit jeher in Sachen Klimaschutz aus", betonen die Experten der Dachdecker-Innung Mannheim. „Solartechnik, Gründach und Wärmedämmung sind nicht erst seit der Verabschiedung des Klimapakets die Arbeitsbereiche des Dachdeckerhandwerks".
     
Dachdeckerhandwerk Baden-Württemberg
Spätestens aber mit der Einführung einer C02-Bepreisung auch auf fossile Brennstoffe gewinnt die energetische Gebäudeoptimierung zusätzlich an Bedeutung. Jeder Liter eingespartes Heizöl, jeder Kubikmeter eingespartes Gas schont schließlich die Umwelt und die Geldbörse.

Bei der Wärmedämmung beschränken sich die Ausbildungsinhalte und Arbeitsbereiche aber nicht nur auf die Dämmung des Daches. Die gesamte Gebäudehülle - von der Kellerdecke über die Außenwände bis zum Dach - müssen bestmöglich vor Wärmeverlusten im Winter und vor Hitzeeinbruch im Sommer geschützt werden. Im Bereich der Außenwände hat sich das Dachdeckerhandwerk daher auf vorgehängte, hinterlüftete Fassadensysteme - kurz VHF - spezialisiert. Diese können auch bei den meisten bestehenden Gebäuden nachgerüstet werden. Und das ist eine sinnvolle Investition: „Zukunftsinvestition anstatt Strafzinsen auf Bankguthaben", fassen es die Fachleute der Dachdecker-Innung mit einem Augenzwinkern zusammen.
      
Auch die „natürlichste Klimaanlage der Welt" gehört zur Dachdeckerausbildung: die Dachbegrünung. Sie schafft Minibiotope auf dem Dach, gleicht einen Teil der Flächenversiegelung durch die Bebauung aus. kann durch die Rückhaltefunktion von Niederschlägen zum Hochwasserschutz beitragen und reguliert das Klima im Gebäude durch Verdunstungskälte.
     
Zusätzlich verbessert ein begrüntes Dach durch seine Masse den Schallschutz im Gebäude.

Als Ergebnis der sogenannten Ölkrise der 1970er Jahre nahm das Dachdeckerhandwerk auch die Solartechnik schon lange in ihr Ausbildungsprogramm auf. Ob zur Warmwasserbereitung oder Stromerzeugung, die in Kombination mit Speichersystemen sogar eine autarke Stromversorgung ermöglichen kann: Bei vielen Neubauten sind heute sogar solche Solarsysteme vorgeschrieben.
     
Auch die Solartechnik ob zur Warmwosserbereitung oder Stromerzeugung, gehört schon lange ins Ausbildungsprogramm des Dachdeckerhandwerks.
Auch die Solartechnik ob zur Warmwosserbereitung oder Stromerzeugung, gehört schon lange ins Ausbildungsprogramm des Dachdeckerhandwerks.
Der Klimaschutz ist also kein Neuland für das Dachdeckerhandwerk. „Jeder wird künftig seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten müssen. Und wir Dachdecker bilden die Fachkräfte für morgen dazu aus", so die Mannheimer Dach-Experten nicht ohne Stolz.

Einen umfassenden Einblick in die Arbeitsbereiche und die Zukunftssicherheit dieses Berufs gibt es unter www.DachdeckerDeinBeruf.de oder unter der landesweiten Nachwuchskampagne www.ObenlstDasNeueVorn.de.

Bei der Dachdecker-Innung unter www.mannheimer-dachdecker.de finden Sie qualifizierte Dachdecker-Fachbetriebe, die Ihnen gerne bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz helfen.