Sonderveröffentlichung
Themenspecial Gesund leben!

Heidelberg: Wo ist Chinesische Medizin erfolgreich?

DGTCM: Interview mit dem Gründer des ersten Masterstudiengangs für Chinesische Medizin in Europa

Henry Johannes Greten, Professor an der Universität Porto, Dr. med. Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Homöopathie, Akupunktur. BILD: GRETEN

24.06.2020
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Das Wissenschaftsteam um Prof. Thomas Efferth von der Universität Mainz konnte eine Reihe von Heilmitteln identifizieren, die zur Bekämpfung von Corona in Betracht kommen. Der besondere Clou dabei: die meisten dieser Mittel sind als Heilmittel gegen Viren bereits zugelassen. Auch ein Mittel aus der Chinesischen Medizin wird dort genannt.

Herr Greten, Sie sind Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chinesische Medizin (TCM) in Heidelberg und gelten als Deutschlands führender TCM-Experte. Kann die Wirksamkeit der TCM überhaupt belegt werden?   
    
Dr. Rossa&Kollegen MVZ GmbH
Henry Johannes Greten: Die zeitgemäße Form der Chinesischen Medizin beruht ganz genauso wie die westliche Medizin auf naturwissenschaftlichen Grundlagen. Insofern kann man auch die TCM naturwissenschaftlich eindeutig belegen. Neben Arthrose hilft sie etwa auch bei chronischer Bronchitis, MS, Parkinson und Polyneuropathie. Das konnten wir durch mehrere eigene Studien beweisen.



Wie kann es sein, dass einfache Heilpflanzen gegen Viren wirken?


Greten: Auch Pflanzen werden mitunter von Viren befallen. Diese haben gelernt, Heilstoffe zu bilden, die sie vor diesen Infektionen schützen.

Kann man davon ausgehen, dass die Pflanzen auch gegen Covid-19 helfen?

Greten: Die chinesische Regierung und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen diese Medikamente.

Wie kam es zu den Ergebnissen?

Greten: Prof. Efferth ist Ordinarius für biologische Pharmazie. Wir waren auf der Suche nach individuellen, maßgeschneiderten Krebstherapien. Die Reaktion auf ein Heilmittel beruht dabei auf den genetischen Besonderheiten der Krebszellen. Wir können die behandelnden Ärzte mit diesem Verfahren dabei unterstützen, den Patienten aus tausenden bereits vorhandener Medikamenten neue Kombinationsmöglichkeiten zu eröffnen. Das ist wichtig für Patienten, bei denen die normalen Therapien nicht ausreichen oder bei denen die Nebenwirkungen zu stark wären. Diese neue Methode wurde nun auf das Virus übertragen. Die Studie, die jetzt Furore macht, ist also ein Nebenprodukt der individualisierten Krebsforschung, der wir eine große Zukunft vorhersagen. pr

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