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Der Weg zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule

Fortbewegung: Um von A nach B zu gelangen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche für einen persönlich die Beste ist, muss jeder für sich selber entscheiden.

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Arbeit ist, kann die Zeit beispielsweise zum Lesen, Musikhören oder zur Vorbereitung auf den Arbeitstag nutzen. BILD: STOCK.ADOBE.COM - BULLRUN

22.09.2020
Der Weg zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule Image 1
Ob zu Fuß, mit der Bahn oder gar mit einem neumodischen E-Scooter: Der Weg zur Arbeit, zur Schule oder zur Uni stellt die Menschheit immer wieder vor schwere Entscheidungen. Jeden Tag verwenden Menschen viel Lebenszeit, nur um zur Arbeit zukommen. Laut einer Studie von Stepstone brauchen fast 50 Prozent der Befragten mindestens eine halbe Stunde für eine Strecke. Pendeln ist anstrengend, Laufen auch und das Auto umweltschädlich.

Weil dieses Thema für viele ein ständiger Begleiter ist, werden im folgenden eine Vielzahl an Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen aufgezeigt. Außerdem werden ein paar Tipps und Tricks gegeben, wie der Weg spannender und vielleicht auch günstiger werden kann.

FÜR PENDLER

Oftmals stellt sich für Pendler die Frage aller Fragen: Auto oder Bahn? Für beides gibt es zahlreiche Vor- und Nachteile, die letztendlich jeder für sich selbst abwägen muss. Das Auto spart oft Zeit und man ist befreit von überfüllten Bahnen. Es ist für viele angenehmer, sich vor der Haustür ins Auto zu setzen und gemütlich zur Arbeit zu fahren. Gemütlich? Da sind wir schon beim ersten Nachteil, denn das Autofahren kann durchaus auch ungemütlich sein. Denn oft sind die Straßen überfüllt. Jeder will so schnell wie möglich irgendwo hin. Das verursacht oft Stress. Man kommt schon morgens genervt bei der Arbeit an und auch abends genervt vom Feierabendverkehr wieder nach Hause. Wenn dann noch ein Parkplatz gesucht werden muss, wird es unschön. Manch einer muss aufgrund von schlechter Infrastruktur zwangsläufig das Auto nehmen. Wie wäre es, alternativ eine Fahrgemeinschaften zu bilden? Oft ergeben sich so auch lustige Gespräche und man hat Gesellschaft, die man sich sogar aussuchen kann.
   
abgehn Berufsstart Rhein-Neckar
Für viele ist aber auch der ökologische Aspekt entscheidend. Die Bahn ist das deutlich umweltschonendere Verkehrsmittel, auch wenn es – wie bereits erwähnt – nicht immer angenehm ist, mit den überfüllten und häufig verspäteten Bahnen zu fahren. Aber gerade für Studenten und Azubis ist das Bahnfahren sehr wichtig, da der Geldbeutel meist nicht so voll ist. Oft werden Jobtickets von den Arbeitgebern angeboten oder Fahrtkosten teilweise übernommen. Als Student bekommt man gerade mal für 170 Euro ein Semesterticket. Das lohnt sich auf jeden Fall. Ein weiterer kleiner Spar-Tipp ist die VRN eTarif-App. Damit werden Bahntickets nach Luftlinie berechnet und ihr könnt damit auch etwas Geld sparen.

TIPPS ZUM ZEITVERTREIB

Neben klassischen Dingen, wie Musik hören, gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Während der Bahn- und Autofahrt ist das Hören von Podcasts oder Hörbüchern ein toller Zeitvertreib. Diese können sehr spannend und informativ sein. An Auswahl scheitert es heutzutage auch nicht mehr. Die Bahn hat den Vorteil, dass man sich ganz dem Medium hingeben kann. Ob man ein Buch oder die Zeitung liest, man setzt sich in den Zug, ohne darüber nachzudenken, was um einen herum passiert. Auch Lernen, Projekte vorbereiten oder einfach Videos schauen kann eine super Beschäftigung sein.

FÜR DIE KURZEN STRECKEN

Meistens geht es um Zeit. Was ist der schnellste Weg um zur Arbeit zu kommen? Auf Kurzstrecken sind öffentliche Verkehrsmittel meist genauso schnell wie das Auto und einfach umweltschonender und günstiger. Und mit Verspätungen, wie die der Deutschen Bahn, muss man bei Straßenbahnen und Bussen normalerweise nicht rechnen. Für die Sportlichen gibt es auch die Möglichkeit, zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Dabei bewegt man sich nicht nur umweltfreundlich, sondern tut sich auch selbst etwas Gutes.

NEUE MÖGLICHKEITEN

Es gibt immer wieder neue Trends und Möglichkeiten, sich fortzubewegen. Eine mittlerweile beliebte, aber gleichzeitig auch kostspielige Alternative, sind E-Bikes. Ein motorunterstütztes Fahrrad, das einem die Fahrt zur Arbeit ermöglicht, ohne aus der Puste zu kommen. Des Weiteren können auch Fahrräder gemietet werden. In Mannheim etwa findet dieses Konzept Platz und es ist möglich, sich an vielen verschiedenen Orten ein Fahrrad zu nehmen und es an anderer Stelle wieder abzugeben. Dies ist vor allem dann vorteilhaft, wenn mal kein eigenes Rad zur Verfügung steht.

Ein viel diskutiertes Fortbewegungsmittel in deutschen Städten sind E-Scooter. Man kann sie sich selbst kaufen oder ähnlich wie bei Fahrrädern, leihen. Beim Leihen benötigt man nur eine App und kann jeden Roller, der am Straßenrand steht, entsperren und direkt losfahren. Das stellt eine flexible Möglichkeit dar, sich schnell fortzubewegen. Die Handhabung ist einfach, dennoch auch gefährlich im Straßenverkehr. Die Scooter bringen auch viele Nachteile mit sich. Zum Beispiel sind sie aufgrund der Entsorgung und Reparaturen weniger umweltfreundlich als gedacht. Denn gerade wenn ein Scooter ausgeliehen wird, wird damit nicht zwingend ordnungsgemäß umgegangen, sondern er wird oft beschädigt. Auch zeigen viele Studien, dass die Scooter eher eine Alternative für Menschen darstellen, die vorher zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Daraus folgt, dass es trotz der Scooter nicht weniger Autos in Innenstädten gibt.

Egal für welches Fortbewegungsmittel man sich entscheidest, am Ende sollte darauf geachtet werden, dass es für einen angenehm und ideal ist. Trotzdem sollten die verschiedenen Aspekte abgewogen werden und auf Kosten, Zeit, Bequemlichkeit und die Umwelt geachtet werden. Lars Dotzauer