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Nikolauspflege: Blinde und sehbehinderte Menschen im Alltag begleiten

Das Franz-Mersi-Haus in Mannheim und das Paul- und -Charlotte-Kniese-Haus in Weinheim sind zwei Einrichtungen der Stiftung Nikolauspflege für blinde und sehbehinderte Erwachsene mit komplexem Hilfebedarf. Daniela Osterndorf, die Leiterin der beiden Häuser, hat bei der Nikolauspflege ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin absolviert und anschließend Gesundheits- und Sozialmanagement studiert.

Nikolauspflege

Was zeichnet die Arbeit mit Erwachsenen mit mehreren Beeinträchtigungen für Sie aus?

Daniela Osterndorf:
Mich macht die Arbeit mit den Menschen glücklich. Es ist spannend zu erleben, was möglich ist. In unserer personenzentrierten Arbeit erleben wir Tag für Tag, welche Entwicklungen wir anstoßen können. Einer meiner Klienten wollte nie das Zimmer verlassen, neue Dinge ausprobieren oder sich in eine Gruppe begeben. Mit ganz kleinen Schritten haben wir ihn unterstützen können, sich zu öffnen. Heute nimmt er gerne an unseren Angeboten teil und begleitet sogar Ausflüge. Er ist ausgeglichener und fröhlicher geworden.

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33 regionale Stellen von Nikolauspflege finden Sie auf www.jobmorgen.de

Wie kann diese Begleitung gelingen?

Osterndorf:
Sie gelingt dank unserer engagierten Mitarbeitenden, die uns sehr wichtig sind. Wir möchten, dass sie die Bedingungen bei uns finden, um sich in ihrer Arbeit wohl zu fühlen. Wir können einen attraktiven Arbeitsvertrag mit tariflicher Vergütung gemäß den Arbeitsvertragsrichtlinien Diakonie Deutschland (AVR-DD) anbieten und bieten zusätzlich eine betriebliche Altersvorsorge. Und die Klientinnen und Klienten geben viel zurück. Es macht wirklich Spaß, mit ihnen zu arbeiten.

Was zeichnet den Alltag aus?


Osterndorf: Die Pflege ist ein wichtiger Bestandteil des Berufsalltags. Darüber hinaus geht es aber um eine individuelle Förderung und Begleitung jedes Einzelnen. Die Handlungskompetenz soll entsprechend der persönlichen Wünsche und Ziele gestärkt werden.

Weitere Informationen unter www.nikolauspflege.de

Wie werden die Mitarbeitenden gefördert?

Osterndorf: Unsere Mitarbeitenden können sich individuell weiterentwickeln. Die blinden- und sehbehindertenspezifischen Fachkenntnisse setzen wir nicht voraus, sondern schulen intensiv und vermitteln den Mitarbeitenden das entsprechende Wissen. So erfahren sie viel über ein Leben mit Blindheit oder Sehbehinderung und können kompetent Unterstützung leisten. red
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