Sonderveröffentlichung
Themenspecial DHBW Infotag 2019

Darauf kommt es an

NACHGEFRAGT: Ralf Blasek, Leiter Training & Akademie beim Talentspezialisten SPECTRUM AG, erklärt, was Arbeitgebern und Berufseinsteigern nach dem Studium wichtig ist.

Die Zukunft unserer Wirtschaft liegt in den Händen der Nachwuchskräfte von heute. Eine unumstößliche Tatsache, die allerdings im Zeitalter von demografischem Wandel und Digitalisierung viele Fragen aufwirft. Welche Fähigkeiten und Kompetenzen werden erforderlich sein, um den Arbeitsalltag der Zukunft zu bewältigen? Wie werden wir es schaffen, Fortschritt mit Gesellschaft in Einklang zu bringen? Mit der Generation Y, der ersten digitalen Generation, stehen junge Menschen in den Startlöchern, die schon jetzt als Katalysator für Veränderung gesehen werden. Ralf Blasek, langjähriger erfahrener Ausbildungsleiter bei IBM, heute Leiter Training & Akademie beim Talentspezialisten SPECTRUM AG, gibt uns hierzu seine Einschätzung.

Herr Blasek: Welche Erwartungen haben Unternehmen an zukünftige junge Mitarbeiter?

RALF BLASEK: Bei SPECTRUM erleben wir jeden Tag, dass Unternehmen selbst angesichts des Fachkräftemangels oft zu hohe Erwartungen haben, die Berufseinsteiger unmöglich erfüllen können. Absolventen sind nun einmal keine Experten, sondern Talente, die auf die speziellen Anforderungen der Praxis ausgebildet werden müssen. Das theoretische Wissen aus dem Studium reicht einfach nicht aus.

Welche Kompetenzen sollten Berufseinsteiger mitbringen?

BLASEK: Die wichtigsten Kompetenzen sind Begeisterung und Lernbereitschaft. Nachwuchskräfte sollten sich nicht auf einen Berufseinstieg einlassen, der sie aufgrund zu hoher Anforderungen überfordert. Um das zu vermeiden, bieten sich sogenannte Traineeprogramme an. Dabei fokussiert sich ein qualitativ hochwertiges Programm auf die beiden Bereiche Betreuung und Ausbildung. Nur wenn die Einsteiger an die Hand genommen, d. h. angemessen begleitet werden, sowie in eine Ausbildung investiert wird, die ihnen die Kompetenzen beibringt, die von der Praxis letztendlich verlangt werden, kann der Karrierestart möglichst sorgenfrei für beide Seiten funktionieren.

Welchen Beitrag kann ein duales Studium leisten?

BLASEK: Ein duales Studium sorgt schon früh dafür, dass das theoretische Wissen, das zweifellos wichtig ist, mit praktischen Erfahrungen ergänzt wird. Nach dem Abschluss haben die Absolventen mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einen Job in der Tasche oder müssen sich zumindest nicht ganz unerfahren auf Jobsuche begeben. Die hohen Anforderungen der Praxis zu erfüllen, ist dennoch eine gewaltige Herausforderung – egal ob mit dualem oder „normalem“ Studium. Damit möchte ich jedoch keine Angst machen, sondern Studierende dazu animieren, sich schon früh Gedanken zu machen, wie sie möglichst viel praktisches Wissen sammeln können.

Was sind für Sie Schlüsselfaktoren für attraktive Arbeitsplätze?

BLASEK: Für unsere Nachwuchskräfte ist der Erhalt der Unterstützung, die sie während des Berufseinstiegs benötigen, einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren. Zum einen zählt hierzu beispielsweise ein persönlicher Mentor, der bei allen Fragen zur Seite steht. Zum anderen handelt es sich um Schulungen, die einem das Gefühl geben, nicht ins kalte Wasser geworfen zu werden. Aber auch der Teamzusammenhalt, flexible Arbeitszeiten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie viele weitere Corporate Benefits machen einen Arbeitgeber natürlich attraktiver. Auf alle Fälle würde ich mich vorab immer über einen potenziellen Arbeitgeber informieren. In Zeiten von kununu.com ist das heutzutage mit minimalem Aufwand möglich und gibt einem etwas mehr Sicherheit bei der Arbeitgeberwahl. Immerhin geht es um die eigene Zukunft.

Welche Tipps können Sie für die Bewerbungsphase geben?

BLASEK: Authentisch und interessiert sein. Lücken im Lebenslauf oder fehlende Kompetenzen sind zweitrangig, sofern sie offen angesprochen werden. Nichts ist schlimmer als Dinge im Kennenlerngespräch zu verschweigen, die im Nachhinein dazu führen, dass das Unternehmen und der neue Mitarbeiter nicht zueinander passen. Ziel sollte immer sein, dass beide Parteien glücklich mit ihrer Wahl sind. Zudem ist ein angemessenes Erscheinungsbild zu empfehlen. Wer den ersten Eindruck mit einem freundlichen Auftreten und einem gepflegten Äußeren prägt, gewinnt in den meisten Fällen zumindest schon einmal die Aufmerksamkeit des Gegenübers. Wer dabei noch selbstbewusst, aber keinesfalls überheblich ist, hat schon die halbe Miete. Natürlich habe ich noch viele weitere Tipps auf Lager, doch das würde den Zeitrahmen dieses Interviews sprengen. Wer mehr wissen will, kann gerne einen Blick in unseren SPECTRUM-Blog werfen. Hier gibt es jede Woche neue Artikel zu den Themen Bewerbung und Studium. red

Save the Date: DHBW on tour und in Aktion

Auch außerhalb des Studieninformationstages am 25. Mai kann man bei Veranstaltungen und Messen mehr über die DHBW und das duale Studium erfahren oder sich aktiv beteiligen. Hier sind die nächsten Termine. Weitere Infos auch über die Website http://www.mke.dhbw-mannheim.de/news-events.html.

4. bis 5. Juli
Bildungsmesse vocatium Mittelfranken, Nürnberg
9. bis 10. Juli
Bildungsmesse vocatium Unterfranken, Würzburg
9. August
DHBW4Kids: Von Mammutjägern, Karawanen und Burgrittern – wie der Handel entstand
12. August
DHBW4Kids: Wo werden die Autos geboren
10. September
Digital Summerschool: Avatare im 3-D-Druck
13. bis 14. September
Bildungsmesse Sprungbrett, Ludwigshafen
22. bis 23. November
Bildungsmesse Einstieg, München
27. September
Nacht der Forschung
20. Oktober
Meet & Code, Technoseum Mannheim
20. November
Studieninformationstag „G’scheit studiert“ am Campus Coblitzallee

STIMMEN

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Drei Studierenden erzählen, warum für sie das duale Studium an der DHBW Mannheim der richtige Weg in ihre Zukunft ist.

Paul Johannes Wolf
Elektrotechnik

Aufgrund des dualen Studiums fällt es leichter, sich später im Berufsleben zurechtzufinden. Zukünftige Arbeitgeber können sich darauf verlassen, dass ein dualer Student übliche Abläufe in einem Unternehmen bereits kennt. Die Praxiserfahrung, die sich andere noch zusätzlich durch Praktika und Nebenjobs aneignen müssen, haben wir schon durch das duale Studium!

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Caroline Haun
BWL-Dienstleistungsmarketing

Ich finde die gesamte Atmosphäre an der DHBW sehr cool. Man hat kompetente Professoren, man kennt sich untereinander und der Stoff ist durch die Lehrkräfte nicht realitätsfern. Die DHBW Mannheim bietet die Möglichkeit, Studierende aus anderen Bereichen kennenzulernen und sich bereichsübergreifend auszutauschen. Weiter hat man über die gesamte Studienzeit die Möglichkeit, sich zu engagieren und Dinge an der DHBW zu verändern und sich persönlich weiterzubilden. So wie ich mit CURE!

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Julia Frederike Knorr
BWL-Spedition, Transport und Logistik

Das Studium an der DHBW Mannheim bedeutet für mich die perfekte Mischung aus Wissenserwerb durch renommierte Dozenten und vielfältige Unternehmungen, wie z. B. ein Tagesausflug an den Frankfurter Flughafen oder eine mehrtägige Seehafenexkursion nach Antwerpen. Die gelehrten Themen sind praxisnah und bereiten mich gut auf meine Zukunft vor. Dies zeigt sich auch am Studieninfotag. Er ist die perfekte Gelegenheit, zwanglos und in entspannter Atmosphäre viele unterschiedliche Unternehmen kennenzulernen. Egal ob mit einem Plan oder nur zur Inspiration für die Zukunft: Der Studieninformationstag bietet allen Interessenten umfangreiche Informationen. Mein Tipp: Viel Zeit mitbringen und sich bewusst jeden Stand anschauen – vielleicht findest du hier genau das, was dich interessiert!
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