Sonderveröffentlichung
Themenspecial Generation 50 Plus

Bleibende Eindrücke

AUSSTELLUNG: Das Buch war ein Welterfolg, die Verfilmung ein bildmächtiges Epos – ab dem 8. Dezember kommt das historische Drama „Der Medicus“ als Ausstellung nach Speyer ins Historische Museum der Pfalz. Dr. Alexander Schubert, Leitender Direktor und Geschäftsführer, blickt mit großer Vorfreude auf die kommende Schau.

BILDER (3): HISTORISCHES MUSEUM DER PFALZ SPEYER/CAROLIN BRECKLE

23.10.2019
Von Ludwig Ricke 

Herr Dr. Schubert, was gab den Ausschlag, mit „Medicus – die Macht des Wissens“ der Medizingeschichte eine Ausstellung zu widmen?

Dr. Alexander Schubert: Medizingeschichte ist eines der ganz großen Menschheitsthemen. Kaum eine Sehnsucht beschäftigt die Menschen mehr, als der Wunsch, Krankheit und Tod zu überwinden. Über die Jahrhunderte gab es immer wieder herausragende Persönlichkeiten, die sich auf den Weg gemacht haben, die Geheimnisse des Körpers, von Gesundheit und langem Leben, zu ergründen. Deshalb war es klar, dass wir uns als Historisches Museum irgendwann diesem Thema zuwenden würden.
Dr. Alexander Schubert
Dr. Alexander Schubert
Gab es eine besondere Herangehensweise an dieses Thema für Sie und Ihr Team?

Schubert: Die Ausstellung nutzt den literarischen Zugang des Weltbestsellers „Der Medicus“ von Noah Gordon, um die komplexe und faszinierende Geschichte der Medizin in fesselnder Weise zu erzählen. Das ist sicherlich ein neuartiges Konzept, eine Ausstellung mit der literarischen Fiktion zu beginnen, um dann – wie durch einen Schleier hindurch schreitend – die tatsächliche historische Entwicklung der Medizingeschichte nachzuverfolgen. Wir sind selbst sehr gespannt, wie dieses innovative Konzept ankommt.

Und wie spiegelt sich das im Konzept der Ausstellung wider?

Schubert: Konkret haben wir starke Bezugspunkte zum Medicus-Roman, beispielsweise empfängt den Besucher ein großer Bader-Wagen, wie er im Roman und in der Verfilmung von Rob Cole, dem „Medicus“, genutzt wurde. Wir haben originale Filmrequisiten und auch ein originales Objekt von Noah Gordon selbst. Den Schwerpunkt bilden Kunstwerke, Alltagsgegenstände und Überlieferungen aus fast 2000 Jahren Medizingeschichte – Leihgaben aus den bedeutendsten Häusern Europas, wie etwa dem Louvre in Paris. Der Besucher wird auf eine phantastische Reise durch die Jahrhunderte geschickt und begegnet jenen Persönlichkeiten, die auf dem Gebiet der frühen Medizin Bahnbrechendes erforscht, entdeckt und erreicht haben.

Die Ausstellung eröffnet am 8. Dezember.
Die Ausstellung eröffnet am 8. Dezember.
Welche Besonderheiten sind im Begleitprogramm zu erwarten?

Schubert: Zu den Höhepunkten zählt gewiss der Talk, den die TV-Moderatorin Bernadette Schoog mit Deutschlands beliebtestem Arzt, Dr. Eckart von Hirschhausen, am 21. Januar 2020 führt oder auch das medizinische Kabarett des pfälzischen Mundart-Duos „Spitz und Stumpf“, das am 9. Januar bei uns im Museum Premiere hat. Wir haben vieles weitere im Rahmenprogramm, natürlich eine Vortragsreihe und auch einen actionreichen Erste-Hilfe-Workshop für Globetrotter am 18. Januar.

Weshalb sollte man die Ausstellung auf keinen Fall verpassen?

Schubert: Die Ausstellung verspricht kein ewiges Leben oder Heilung – aber sie sorgt sicherlich für bleibende Eindrücke – und sie vermittelt jenen Geist der Aufbruchsstimmung, der schon immer Menschen beflügelt hat, Althergebrachtes zu überwinden und Dr. Alexander Schubert die „Macht des Wissens“ zu gebrauchen.

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