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Besser essen, besser aussehen

Rosacea & Ernährung: Tipps für hautgesundes Essen und Genießen

Unser Hautbild wird von vielen Faktoren beeinflusst. Vor allem die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. BILD: ALEXANDER RATHS - STOCK.ADOBE.COM

25.11.2020
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Unbeschwertes Schlemmen bedeutet für viele Menschen Lebensfreude. Doch was, wenn ein prickelnder Aperitif oder ein feuriges Curry dazu führen, dass Gesichtsrötungen, Jucken und Brennen der Haut sowie schmerzende Pusteln auftreten? Die rund zehn Millionen Rosacea-Patienten in Deutschland kennen dieses Problem. Denn neben Hitze, Kälte, UV-Strahlung und Stress gehören bestimmte Nahrungsmittel zu den häufigsten Auslösern eines Schubs. Darum gilt bei Rosacea: Ernährung an die persönlichen und individuellen Bedürfnisse der Haut anpassen.

Histaminreiche Lebensmittel meiden: Manche Speisen und Getränke enthalten besonders viele Histamine, die im Körper als Botenstoff für Entzündungen wirken und die Gefäße erweitern können. Zu diesen Lebensmitteln gehören Sojasoße, Rotwein, stark gereifter Hartkäse, Fischkonserven, Salami, Räucherschinken, Tomaten, Sauerkraut, Auberginen oder Hefegebäck.

Auf scharfe Gewürze verzichten: Chili, Curry, Senf, Meerrettich, weiße Zwiebeln oder schwarzer Pfeffer fördern ebenfalls die Durchblutung und verursachen Hautrötungen. Bei diesen Lebensmitteln sollte also darauf geachtet werden, ob sie vertragen werden. Gute Alternativen zum Würzen sind Kräuter (Basilikum, Thymian, Petersilie und Dill), weißer Pfeffer oder milde rote Zwiebeln.

Mit frischen Lebensmitteln kochen: In Konserven, Fertiggerichten, Fast Food und Co. verbergen sich oft „versteckte“ Gewürze, Histamine und Zusatzstoffe, die einen Rosacea-Schub auslösen können. Am besten also mit frischen Zutaten kochen. Gut sind beispielsweise verschiedene Speisen mit Fisch, Gemüsevariationen, Salate, Geflügel oder auch Pastagerichte.

Entzündungen dämpfen: Wurstwaren, Braten und raffinierter Zucker können Entzündungen fördern – deshalb sollte auch hier darauf geachtet werden, wie stark diese Lebensmittel die Haut beeinflussen. Entzündungshemmende Eigenschaften werden dagegen fettem Seefisch (reich an Omega-3-Fettsäuren), grünen Blattgemüsen, Fenchel und Blaubeeren zugeschrieben.

Wohl temperiert schlemmen: Sehr heiße Speisen und Getränke sind ebenso ungünstig wie sehr kalte. Tee, Suppen und Erfrischungsdrinks also besser nur in moderaten Temperaturen zu sich nehmen.

Alkohol maßvoll genießen: Es gibt Patienten, die bei Rosacea ihre Ernährung nur geringfügig anpassen müssen, andere sehr stark. Ähnlich individuell ist es mit dem Alkohol. Einige vertragen ab und zu ein Glas Weißwein oder ein „kühles Blondes“, manche meiden diese Genüsse besser ganz. Alkoholfreie Biere oder Cocktails sind gute Alternativen. Und der Kater am nächsten Tag bleibt aus. djd



Plastikfreie Zone Badezimmer

Immer mehr Kosmetika gibt es auch in umweltfreundlichen Verpackungen zu kaufen

Übermäßiger Plastikkonsum ist derzeit stark in der Kritik. Doch gerade im kosmetischen Bereich sind Kunststoffverpackungen immer noch allgegenwärtig: Von der Gesichtscreme über das Duschgel bis hin zur Zahnpasta kommt man hier schnell auf viele Plastikverpackungen, die in deutschen Badezimmern zu finden sind. Und auch, wenn es in Europa gute Entsorgungssysteme gibt, landet ein Teil dieser Kunststoffe als Müll in den Weltmeeren. Wenn Verbraucher umdenken und Plastik vermeiden, könnte dieses Problem deutlich verkleinert werden. Aber ist das im kosmetischen Bereich überhaupt so einfach umzusetzen? „Ja, natürlich“, sagt YouTuberin Yvonne Mouhlen. So gibt es bereits zahlreiche Alternativen – Zahnpasta im Glas, Deodorant in der Pappverpackung oder auch festes Shampoo und Duschgel in Form von kleinen Tabletten zur Einmalanwendung.

„Heute“, sagt sie, „gibt es Hersteller, die sich wirklich Gedanken zu diesem Thema machen und komplett auf Plastik in ihren Produktlinien verzichten.“ Seit gut einem Jahr benutzt die junge Frau unter anderem Zahnpasta aus dem Glas. „Die leeren Gläser kann ich am Ende einfach weiter benutzen oder der Altglassammlung zuführen. Sie sind zu 100 Prozent recycelbar.“

Sehr spannend findet sie auch den Trend weg von flüssigen Shampoos hin zu fester Seife. Sogar kleine Tabletten zur Einmalanwendung gibt es, die genau für eine Anwendung ausreichen. Hier verzichtet der Hersteller nicht nur auf Kunststoffflaschen, auch der Transport dieser Tabletten ist umweltfreundlicher, weil Wasser in diesen Produkten fehlt. djd