Sonderveröffentlichung
Themenspecial Startklar ins Schuljahr

Alles klar im Kopf?

Lernen II: Ablenkung ade – Tipps für bessere eine Konzentration

Sich zu konzentrieren ist manchmal gar nicht so leicht. BILD: DPA

14.09.2020
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Egal ob beim Lesen oder beim Lernen – es gibt Tage, da kann man sich einfach nicht auf eine Sache konzentrieren. Wenn wir häufig den Faden verlieren, kann das viele Ursachen haben: zum Beispiel zu wenig Schlaf, Stress oder Sorgen. Es kann aber auch ein Nährstoffmangel dahinterstecken – vor allem dann, wenn wir uns über eine längere Zeit nicht gut konzentrieren können. B-Vitamine (B1, B2, B6, B12 und Folsäure) sind wichtig für die Energieversorgung im Gehirn. Ein Mangel führt zu Konzentrationsproblemen, kann uns vergesslich, nervös und müde machen. Die meisten B-Vitamine können wir in ausreichender Menge durch die Nahrung (zum Beispiel durch Vollkornprodukte) aufnehmen. Vitamin B12 allerdings ist hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten.
     
Deshalb müssen insbesondere Vegetarier und Veganer ihre B12-Versorgung im Blick haben, denn durch eine rein pflanzliche Ernährung kann diese nicht sichergestellt werden. Hier kann die Einnahme von Vitamin B12 in Form von Mikronährstoffpräparaten sinnvoll sein. Auch die Einnahme von Ginkgo kann die Konzentration verbessern. Die enthaltenen Pflanzenstoffe fördern die Durchblutung im Gehirn und können es mit ausreichend Sauerstoff und Energie versorgen. Weitere Helfer sind die Aminosäuren Taurin und Kreatin. Taurin ist wichtig für die Entwicklung des Nervensystems und die Stabilität der Nervenzellen. Kreatin ist ein bedeutender Energiespeicher im Körper. Studien weisen darauf hin, dass die Einnahme von Kreatin dem Gehirn hilft, nicht so schnell zu ermüden.

Störquellen vermeiden

Zuhause lernen ist oft geprägt von Unterbrechungen. Nicht selten wuselt die Familie um einen herum, aber auch das Smartphone birgt Ablenkungsgefahren. Sich dann wieder auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren, fällt vielen schwer.

Man sollte sich deshalb eine möglichst ruhige Arbeitsumgebung schaffen. Kopfhörer (mit oder ohne Musik) können dabei helfen, stressige Hintergrundgeräusche auszublenden. Außerdem sollte man während des Lernens das Handy außer Reichweite lassen, um zwischendurch nicht abgelenkt zu werden. Des Weiteren ist ein Ausgleich wichtig. Das kann Sport sein, aber auch Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi oder Autogenes Training. So können Betroffene besser schlafen und mit neuer Energie in den nächsten Tag starten. akz