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Themenspecial Gesund leben!

Aller Anfang ist einfach

Tipps vom Profiathleten: Mit dem Laufsport anfangen und dranbleiben

Triathlet Jonas Schomburg gibt nützliche Tipps für Laufeinsteiger. Bild: djd/Bitburger/HAVE A GOOD ONE

24.06.2020
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Der Wille ist da, nur die eigene Disziplin auf Dauer doch zu schwach. Diese Erfahrung haben bereits viele Freizeitsportler gemacht. Zwar nimmt man sich vor, endlich mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und einen festen, wöchentlichen Trainingsplan einzuhalten. Doch am Ende siegt die Bequemlichkeit, und das heimische Sofa erhält den Vorzug vor der Joggingstrecke. Dabei ist gerade Laufen als Ausdauersport eine gute Idee, um Fitness aufzubauen, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern und gleichzeitig etwas für das Herz-Kreislauf-System zu tun. Nur, wie können es Gelegenheitssportler schaffen, konsequenter am Ball zu bleiben?

Auch Profiathleten wie Jonas Schomburg wissen, dass die Lust auf Sport nicht an jedem Tag gleich stark ausgeprägt ist. Für ihn ist es dennoch selbstverständlich, seinen Trainingsplan strikt zu befolgen. Freizeitsportlern empfiehlt er, nicht alleine zu joggen, sondern sich Gleichgesinnte zu suchen. „Mit netten Leuten, die auf einem ähnlichen Laufniveau sind, fällt das Training leichter“, so Schomburg. In der Gruppe sei die Disziplin größer, man habe direkt ein schlechtes Gewissen, wenn man das Training absagt.

Darüber hinaus sei es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen. „Sie sollten dem eigenen Fitnessstand entsprechen und tatsächlich auch erreichbar sein. Alles andere frustriert nur“, erklärt der Sportler weiter.

Sein Tipp: Trainingsprotokolle per App helfen dabei, eigene Fortschritte zu messen, sich mit anderen zu vergleichen und auf diese Weise motivierende Erfolgserlebnisse zu schaffen. „Hilfreich ist es, sich mit Kleinigkeiten für erreichte Ziele zu belohnen. Das können neue Laufsocken sein, ein Stück Schokolade oder ein alkoholfreies Bier nach dem Training“, schildert der erfahrene Triathlet.

REGENERATION GEHÖRT ZUM TRAINING DAZU

Nach dem Sport ist es wichtig, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers aufzufüllen und Mineralstoffe aufzunehmen. Für alle Laufneulinge hat Jonas Schomburg noch einen wichtigen Tipp: „Vor dem Start sollte man in jedem Fall einen Gesundheitscheck durchführen. So kann man den Trainingsplan auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. Wichtig sind zudem gut sitzende Laufschuhe.“ djd

Für mehr Bewegung ist es nie zu spät

Sport hilft, um auch im Alter lange agil zu bleiben

Ob Wandern, Schwimmen, Gymnastik im Sportverein oder Krafttraining im Fitnessstudio: Regelmäßige Bewegung im Alter stärkt das Herz-Kreislauf-System, trainiert das Gleichgewicht, verhindert Muskelabbau und fördert die Beweglichkeit. Um damit anzufangen, ist es nie zu spät. Hauptsache, man startet überhaupt.

Mit Gleichgesinnten macht Sport besonders viel Spaß – in Vereinen und Fitnessstudios gibt es viele Angebote speziell für Ältere. Wer Beschwerden hat und länger nicht sportlich aktiv war, sollte sich allerdings zunächst beim Arzt einem Check-up unterziehen und sich beraten lassen. Viele leiden mit zunehmendem Alter unter Fußbeschwerden wie Deformationen, Fehlstellungen und Entzündungen etwa durch Rheuma. Kein Grund, nicht aktiv zu sein – vorausgesetzt man trägt das richtige Schuhwerk.

Wer etwa orthopädische Einlagen benötigt, sollte darauf achten, dass sie perfekt in die Sportschuhe passen. In normal konfektionierten Sportschuhen findet der Fuß oft nicht genügend Platz und verkrampft.

Vor allem Anfänger und Wiedereinsteiger sollten beim Training nicht übertreiben. Vielleicht hat der eine oder andere auch Lust, etwas Neues auszuprobieren.

Tanzen beispielsweise sorgt nicht nur für Kondition, es trainiert ebenfalls komplexe Bewegungsabläufe. Damit ist es ein ideales Fitnesstraining für das Gehirn. Auch Pilates und Yoga sind bis ins hohe Alter praktizierbar.

Vielerorts wird für körperlich stark eingeschränkte Menschen Stuhlgymnastik angeboten: Mit verschiedenen Übungen baut man dabei sanft Muskeln auf und steigert die Beweglichkeit. djd