Sonderveröffentlichung
Themenspecial Mannheim - Meine Heimat

Adler Janik Möser zeigt „sein“ Mannheim

EINBLICKE: Janik Möser ist ein echter Kurpfälzer. Der Eishockey-Profi der Adler wurde am 26. September 1995 in der Quadratestadt geboren und wuchs in Käfertal auf. „Ich bin ein sehr heimatverbundener Mensch“, sagt der Verteidiger. Der 23-Jährige verbindet mit vielen Plätzen in Mannheim gute Erinnerungen.

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Protokoll von Christian Rotter  

SAP Arena - Die sportliche Heimat

Obwohl ich im Mannheimer Heinrich-Lanz-Krankenhaus geboren wurde und Eishockey in meiner Heimatstadt die Sportart Nummer eins ist, bin ich eher zufällig bei dieser Sportart gelandet. Meine Mutter Claudia hat meinen Bruder Timo Mitte/Ende der 1990er Jahre immer zum Karatetraining nach Darmstadt gefahren – und ich musste mit. Da Timo richtig gut war, wurden seine Trainingseinheiten immer länger. Klar, dass mir da irgendwann langweilig wurde. Also hat meine Mutter eine Beschäftigung für mich gesucht und sie auf der Heddesheimer Eisbahn gefunden. Dort stand ich zum ersten Mal auf Schlittschuhen. Mit dreieinhalb Jahren habe ich bei den Maddogs richtig mit dem Eishockey angefangen, im Alter von zehn Jahren bin ich mit Marc Michaelis und Tim Bender zum MERC gewechselt. Damals haben wir noch im Friedrichspark gespielt, seit dem Umzug ist die SAP Arena meine sportliche Heimat. Wenn wir hier zu einem Spiel einlaufen, ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Als Jungadler habe ich von Block 210 aus meine Idole auf dem Eis angefeuert, heute gehöre ich selbst zu den Adlern – der Wahnsinn! In der SAP Arena im April die Meisterschaft gefeiert zu haben, war der Höhepunkt in meiner bisherigen Karriere.
              
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Das Elternhaus in Käfertal

Als ich sechs Jahre alt war, bin ich mit meinen Eltern nach Käfertal umgezogen. Wir hatten das Haus zuvor vermietet, meine Familie hat es danach renoviert. Heute steht nur noch eine Mauer von damals, alles andere haben meine Eltern neu aufgebaut. Im Garten stand immer ein Tor – und ich auf einer Schaltafel mit einem Eishockeyschläger bewaffnet. Ich habe Stunden mit dem Schusstraining verbracht. Auf der Straße vor dem Haus habe ich mit meinem Bruder, meinem Kumpel Justin und den Jungs aus der Nachbarschaft Rollhockey gespielt.
               
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Oma und Opa im Haus nebenan

Ich komme aus einer sportbegeisterten Familie – allerdings hat niemand Eishockey gespielt. Mein Opa und mein Papa waren Fußballer, meine Mama hat Leichtathletik betrieben. Ich hatte hier in Käfertal eine schöne Kindheit, zumal meine Oma Käthe und mein Opa Siegfried im Nachbarhaus wohnen und ich immer zu ihnen rübergehen konnte, wenn ich es wollte.

Sein Opa hat mitbekommen, dass Janik im Garten ist, nach einer freudigen Begrüßung sagt er: „Janik hat schon immer Sport gemacht. Ich kenne ihn ja gar nicht anders. Wir sind schon sehr stolz auf unsere Buben.“
              
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Käfertaler Wald - Der Ruhepol

Ich wohne seit einiger Zeit in der Mannheimer Innenstadt, demnächst zieht Markus Eisenschmid ins Nachbarhaus ein. Die Lage in der City ist natürlich cool, weil immer viel los ist. Immer nur auf Beton zu blicken – daran muss ich mich wohl erst gewöhnen. Ich liebe es viel mehr, in der Natur zu sein. Als wir Mitte Juni eine Woche trainingsfrei hatten, bin ich mit meiner Familie und Phil Hungerecker nach Hopfen am See gefahren und habe dort meine andere Oma besucht. In Mannheim bin ich oft im Käfertaler Wald. Ich weiß gar nicht, wie oft ich in meinem Leben schon um das Tiergehege gelaufen bin. Sehr oft begleitet mich mein Papa, der ein krasses Tempo vorlegt. Er hat früher beim VfR gekickt. Er motiviert mich und treibt mich zu Höchstleistungen an.
           
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Intergrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) – Die Schulische Ausbildung

In der fünften und sechsten Klasse habe ich das Ludwig-Frank-Gymnasium besucht, in der siebten Klasse bin ich auf die IGMH gewechselt. Schule und Sport unter einen Hut zu bringen, war nicht leicht. Dienstags und donnerstags hat unser Training um 7 Uhr in der SAP Arena begonnen, dann sind wir zur dritten Stunde in die IGMH gefahren und später zum Nachmittagstraining zurück in die SAP Arena. Da wir ganz schön viel Stoff verpasst haben, mussten wir einiges nacharbeiten. Es haben uns aber viele Lehrer geholfen. Nach der elften Klasse bin ich nach Nordamerika gegangen, habe meinen High-School- und College-Abschluss gemacht. Die IGMH hat mich darauf gut vorbereitet. Hier habe ich auch Freunde fürs Leben gefunden. Dorian Saeftel, der mittlerweile mit dem Eishockey aufgehört hat, gehört immer noch zu meinen besten Kumpeln.
               
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Eissportzentrum Herzogenried (EZH) – Die erste richtige Trainingshalle

Hier im EZH hat alles angefangen. An meine ersten Eishockey-Gehversuche in Darmstadt kann ich mich gar nicht mehr erinnern, für mich hat meine Karriere im EZH begonnen. Hier haben wir auch unsere erste Kabine zugeteilt bekommen. Das mag sich banal anhören, war für uns aber ein Riesending, denn von da an mussten wir unsere Sachen nicht immer nach Hause schleppen. Wir haben uns zum ersten Mal wie richtige Profis gefühlt! Meine Eltern haben mich morgens immer hingefahren, abends abgeholt, dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
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