Sonderveröffentlichung
Themenspecial Essen & genießen

Würzig und schön anzuschauen

Die Osterküche lässt sich wunderbar mit frischem Schnittlauch aufwerten

Es gehört zu den ersten Köstlichkeiten des Frühlings, ein frisches Brot mit Butter zu bestreichen und den in kleine Röllchen geschnittenen Schnittlauch mit etwas Salz darüber zu streuen. Denn das Würzkraut schiebt als eines der ersten im Gemüse- und Kräuterbeet frische Triebe aus der Erde. Das milde, zwiebelartige Aroma ist schon in den frühen Wochen besonders intensiv und weckt nach dem Winter die müden Geister. Zu Ostern lassen sich die gesunden Kräuter gut über Salat, Quark, Suppen oder Omelett streuen. Schnittlauch eignet sich nämlich sowohl für kalte als auch für warme Speisen. Aus dem Vitamin-C-haltigen Würzmittel lässt sich sogar eine Soße zaubern.

Anbau und Pflege

„Die Pflanzen, die im Handel sind, werden über ein gutes Jahr vorkultiviert“, erläutert André Segler, Gärtner aus Langenberg (NRW). Die Blatthalme sind nach der Aussaat zunächst recht dünn, und es mangelt ihnen meist an Standfestigkeit. So werden die Pflanzen bis zum Herbst vorkultiviert und anschließend gekühlt, damit der Neuaustrieb angeregt wird. Dem Grün wird quasi der Winter vorgegaukelt, damit anschließend mit Wärme der Austrieb erfolgt. „Diese Töpfe kann man natürlich auf der Fensterbank kultivieren“, sagt Segler. Und man kann diese Kräuter nach dem ersten Abernten in den Garten oder einen Topf auf dem Balkon pflanzen. „Schnittlauch zählt zu den mehrjährigen Gartenkräutern“, so der Gärtner. Die Ernte kann also kontinuierlich weitergehen, denn die Pflanzen regenerieren sich schnell und wachsen bis in den Herbst immer wieder heran. „Wichtig ist, dass man beim Schneiden gut vier Zentimeter der Halme stehen lässt, damit man nicht die Spitzen der nachwachsenden Blätter abschneidet“, erklärt Kim Sharon Leary, Fachberaterin für Kleingärtner aus Mühlheim an der Ruhr. Wichtig ist, dass man sich mit Stickstoffgaben zurückhält und lediglich reife Komposterde zuführt. Sonst besteht die Gefahr, dass sich im Laufe des Sommers Rostpilze auf den Halmen niederlassen. Schnittlauch (Allium schoenoprasum) blüht ab Mai meist violett. Vor allem die Sorte „Forescate“ fällt auf, weil die Blütenbälle purpurrosa und größer als beim gewöhnlichen Schnittlauch sind. Leary empfiehlt die Sorte auch fürs Blumenbeet und zur Einfassung von Gemüsebeeten, Rabatten oder Wegen. dpa/imp

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