Sonderveröffentlichung
Themenspecial essen & genießen

Runde Form, runder Geschmack

Kürbisse sind die Highlights im Herbst


Feurig-warme Kürbissuppe und schaurig-schöne Halloween-Partys: Herbstzeit ist Kürbiszeit! Jetzt kommen die runden Früchte, die als Beerengewächs zur Familie der Gurken und Tomaten zählen, in Deutschland erntefrisch auf den Tisch. Kürbisse haben dabei in immer mehr Haushalten einen festen Platz auf dem Speiseplan. Die Anbau- und Absatzzahlen wachsen hierzulande konstant. Kein Wunder, schließlich lassen sich die rundlichen Gewächse zu unterschiedlichsten Gerichten verarbeiten: als Grundlage für cremige Suppen oder deftige Eintöpfe, geraspelt oder in Streifen für Salate und Fingerfood-Snacks sowie als Zutat in herzhaften Hauptgerichten wie Lasagne oder Tortilla. Selbst Dessert-Highlights wie Mousse oder Tarte gelingen mit dem kulinarischen Alleskönner.

Grund für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist die Fülle verschiedener Kürbissorten. Experten zählen mehr als 850 unterschiedliche Arten des beliebten Küchenklassikers, zu dem zum Beispiel auch die Zucchini zählt. Jede Sorte überzeugt mit einem anderen Geschmack – vom milden Spaghettikürbis über den fein-nussigen, an Kastanien erinnernden Hokkaido bis hin zum intensivkräftigen Butternut-Kürbis. Zunehmend beliebter werden auch Zierkürbisse. Achtung: Aufgrund ihres hohen Curcurbitacingehalts sind sie ausschließlich zur Dekoration geeignet.

Bild: karepa - adobe.stock.com
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Lange haltbar

Ganz gleich, zu welchem Kürbis man greift: Gemeinsam ist ihnen die gute Haltbarkeit. So bleiben ganze Kürbisse an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort problemlos bis zu sechs Monate genießbar. Angeschnittene Exemplare mit einer Klarsichtfolie abdecken und bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Um den Reifegrad eines Kürbis zu bestimmen, einfach mit der geballten Faust behutsam die Schale abklopfen. Erklingt ein dumpf-hohles Geräusch, kann das herbstliche Kochvergnügen starten. Vor der Zubereitung zuerst Stiel- und Blütenansatz abtrennen. Dann den Kürbis gründlich waschen und mit einem großen, scharfen Messer vorsichtig halbieren. Die Kerne mit einem Löffel entfernen. Sie lassen sich rösten und als geschmackvolles Extra über Suppen oder Aufläufe geben. Den Kürbis danach in Spalten schneiden. Diese anschließend schälen. Tipp: Besonders große Kürbisse vor dem Verarbeiten einfach eine halbe Stunde bei 150 Grad Celsius Umlufthitze in den Backofen legen. Bei dieser Methode wird selbst das verschlossenste Exemplar zum leicht zugänglichen „Softie“.

Rezeptidee:

Gebratener Seeteufel mit Kürbispüree

Zutaten für vier Personen: 800 g Seeteufel, 450 g Muskatkürbis, 150 g Schalotten, 50 ml Olivenöl, 50 g Butter, 50 ml Weißwein, 10 g frischen Ingwer, 30 g eingelegten Ingwer, 40 ml Weißweinessig, 100 ml Weißwein, 1 TL milden Curry, 1 Zweig Rosmarin, 1 Zweig Thymian, 1 Knoblauchzehe, 3 EL Honig, 6 EL Waldhonig, 1/4 rote Chili ohne Kerne, Meersalz

Zubereitung:

Für den gebratenen Seeteufel den Fisch in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden, salzen und in 40 ml Olivenöl von beiden Seiten etwa zwei Minuten kräftig anbraten. Eine ganze Knoblauchzehe in der Schale mit einem breiten Messer andrücken und mit den Kräutern zum Bratgut geben. Vor dem Servieren wieder entfernen. Mit dem Honig abschmecken. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 ˚C Umluft vorheizen. Für das Kürbispüree 250 g Kürbis halbieren, salzen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Den Kürbis 60 Minuten im Ofen garen. Anschließend herausnehmen und das Kürbisfleisch mit einem Löffel in groben Stücken herausbrechen. Die Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden. Anschließend 100 g davon in Butter dünsten, dabei nicht braun werden lassen. Mit dem Curry bestäuben und nach rund zwei Minuten den Kürbis dazu geben. Salzen. Beides andünsten und mit Weißwein ablöschen. Auf ganz kleiner Hitze mit Deckel etwa drei Minuten garen. Gegebenenfalls mit etwas Salz abschmecken. In einem Mixer pürieren, durch ein feines Sieb passieren und nochmals abschmecken. Für den Muskatkürbis süßsauer 50 g Schalotten in etwas Olivenöl glasig dünsten. Den frischen und den eingelegten Ingwer in feine Würfel schneiden und zugeben. Mit dem Weißweinessig ablöschen, kurz reduzieren, dann den Weißwein zugeben und ebenfalls etwa eine Minute köcheln lassen. Mit Waldhonig und Salz abschmecken. In der Zwischenzeit die restlichen 200 g Kürbis schälen, in etwa 0,3 Zentimeter große Würfel schneiden und zu der Flüssigkeit geben. Einmal aufkochen. Zum Schluss die Chilischote entkernen, in kleine Würfel schneiden und dann hinzugeben. Heiß in ein Einmachglas füllen und sofort verschließen. Die Kerne anrösten und leicht zerbröseln.

Das Kürbispüree jeweils in der Tellermitte anrichten, den Seeteufel auf dem Püree platzieren und die Kerne darüber streuen. Daneben den süßsauren Kürbis anrichten, nach Belieben in einem kleinen Schälchen. Das Öl wie eine Sauce in Ein-Zentimeter-Entfernung kreisförmig um den Fisch träufeln. BVEO/imp
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