Sonderveröffentlichung
Themenspecial 50 Plus

Steinernes Hobby

PERSÖNLICH: MANFRED HENKEL HAT EIN BESONDERES HOBBY. DER 72-JÄHRIGE IST VON MINERALIEN UND EDELSTEINEN FASZINIERT.ER SCHAFFT ES DABEI IMMER WIEDER AUFS NEUE, MIT SEINEN SCHMUCK-UNIKATEN DEN EDELSTEINEN IN GEWISSER WEISE EIN NEUES LEBEN ZU GEBEN.


Von Franz Anton Bankuti   

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Dies soll dereinst Johann Wolfgang von Goethe gesagt haben und lag damit wohl gar nicht so falsch. Bei Manfred Henkel war die Situation etwas anders. Steine haben schon immer seinen Lebensweg begleitet, übten eine Faszination auf ihn aus und bestimmen jetzt mehr denn je auch sein Leben. Und er fühlt sich rundum wohl dabei, ebenso wie seine Ehefrau Monika, die er längst mit dem Stein-Liebes- Virus „infiziert“ hat.

Kein Wunder, schließlich handelt es sich um Edelsteine, die zeitlebens den heute 72-jährigen Manfred Henkel fasziniert haben. Und aus dem Stein-Liebhaber ist längst ein Fachmann geworden, der sich jetzt in seinem Ruhestand zusammen mit seiner Frau ganz dem „steinernen Hobby“ widmen kann. Längst ist er zu einem anerkannten Experten geworden.

In Oberhessen geboren, kam Manfred Henkel mit zwölf Jahren nach Mannheim. Zusammen mit seinem Bruder hatte er das nicht ganz alltägliche Hobby, sich mit Mineralien und Edelsteinen zu beschäftigen. Heute kann er sich über seine attraktive Sammlung freuen, die er natürlich gerne interessierten Menschen zeigt. Woher, warum, wie – es gibt viel zu erklären, selbst beim kleinsten Edelstein. Und wenn ein beeindruckter Laie mit begeistertem Blick „schön“ sagt, fügt Manfred Henkel noch informativ-interessante Details über Herkunft, Farbe, Transparenz, Lichtbrechung, Dichte und vieles mehr an.

Beruflich hatte Manfred Henkel als Farblithograph begonnen, bildete sich zum Druckereitechniker weiter und kehrte nach erfolgreichen Berufsjahren im oberfränkischen Coburg nach Mannheim zurück, wo er als Vertriebsleiter in der Regel- und Messtechnikfirma seines Bruders bis zu seiner Zurruhesetzung tätig war.

Die Liebe zu den Edelsteinen blieb unverändert, auch für Ehefrau Monika war längst selbstverständlich, dass Urlaub dort gemacht wurde, wo auch Steine zu finden waren, vom Smaragdbergwerk im österreichischen Pinzgau bis nach Sri Lanka, Namibia, Argentinien oder Madagaskar.

Nach dem ereignisreichen und oft lebhaften Arbeitsleben begann nun die Zeit des sogenannten Ruhestandes. Leicht nachzuvollziehen, dass die Edelsteine jetzt für das Ehepaar Henkel immer mehr zum Mittelpunkt seiner Aktivitäten wurden. Aus einem alten Anwesen mit ehemaliger Küferei im Herzen von Altlußheim, der badischen Gemeinde am Rheinbogen, hatten die Henkels ein wahres Kleinod gemacht mit einer gemütlichen Wohnung und natürlich genügend Platz für Werkstätte und Ausstellung.

Wichtig für Manfred Henkel war es schon immer, sich nicht nur selbst an den Edelsteinen zu freuen, sondern andere ebenfalls dafür zu begeistern. Deshalb war er zu einem begeisterten und kompetenten Fotografen von Edelsteinen geworden, seine Bilder fanden sich in Buchveröffentlichungen, Messekatalogen und Fachzeitschriften.

Manfred Henkel wollte noch mehr, er wollte die Edelsteine direkt den Leuten nahebringen. So war die Idee entstanden, eigenen Schmuck zu kreieren. Sachkompetenz und handwerkliche Geschicklichkeit, Ideenreichtum und das Gefühl für Ästhetik sorgten sehr schnell dafür, dass die „mamo art collection“ bestens ankommt.

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„Wir haben inzwischen viele interessante Kontakte und suchen uns ganz individuelle Märkte aus“, berichten Monika und Manfred Henkel. Mit dem gemütlichen Wohnmobil plus Anhänger für die „Edelstein- Schätze“ geht es dann für ein paar Tage an den Marktort. „Das ist schön und spannend, aber auch anstrengend“, erläutert Monika Henkel. Die guten Kontakte zu den anderen Händlern, zu Kunden und Interessenten machen aber manche Strapazen wieder wett. Im Herbst ist man beispielsweise wieder auf dem Markt der Burg Zwingenberg am Neckar (8./9. September) und auf der großen Gartenmesse im Kurpark in Bad Rappenau (15./16. September).

Manfred Henkel freut sich auch darüber, dass in den vergangenen Jahren Edelsteine immer mehr und weiter gefasste Beachtung finden. Quarz und Mineralien wird durchaus auch segnende Wirkung zugesprochen, sie finden sich beispielsweise im Modebereich als Glücksbringer und Harmoniequell wieder. Manche Modeschöpfer sprechen auch von einem „Comeback der Kristalle“ und sind überzeugt, dass solche Stücke den Alltag bereichern und auch ein bisschen verspielter machen können.

Manfred Henkel ist eh schon immer davon überzeugt. Er findet die Edelsteine faszinierend und schafft es immer wieder aufs Neue, mit seinen Schmuckstück-Unikaten den Edelsteinen in gewisser Weise neues Leben zu geben. Seine Schmuckstücke entwickeln ein Eigenleben. Und wenn jemand eines seiner selbst erdachten und erarbeiteten Stücke anprobiert und mit strahlenden Augen nach dem Blick in den Spiegel sagen kann: „Das gefällt mir, das passt zu mir“, dann ist Manfred Henkel zufrieden und weiß, dass sein Engagement für und die Arbeit mit den Edelsteinen erfolgreich war.

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