Sonderveröffentlichung
Themenspecial Karrierechancen

Lust auf Innovation

Roche: Zwei junge Mitarbeitende berichten im Interview über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für Ingenieure und Naturwissenschaftler

Charlotta Schärfe und Tobias Teriet haben bei Roche spannende Aufgabenfelder gefunden. BILDER (2): TRÖSTER
Charlotta Schärfe und Tobias Teriet haben bei Roche spannende Aufgabenfelder gefunden. BILDER (2): TRÖSTER
Im Interview berichten Charlotta Schärfe, seit April 2017 Trainee Projektmanagement/ Bioinformatik, und Tobias Teriet, seit Januar 2017 Projektleiter Gebäudeautomation, von ihrem bisherigen Werdegang bei Roche.

Wie sind Sie auf Roche aufmerksam geworden?

Charlotta Schärfe: Ich habe nach meinem Abitur Bioinformatik studiert. Nach einem Auslandsjahr während des Masters habe ich mich dann 2011 entschlossen, im Bereich angewandte Bioinformatik zu promovieren. Hier habe ich unter anderem Methoden entwickelt, die Ärzte dabei unterstützen können, anhand genetischer Daten die passende Medikation für Patienten zu finden. In diesem Arbeitsumfeld kommt man automatisch mit Roche als drittgrößtem Pharmaunternehmen der Welt in Berührung. Dass es im Diagnostikbereich, der hier in Mannheim ja besonders von Bedeutung ist, passende Stellen für mich geben könnte, war mir zunächst aber nicht bewusst und ist mir erst im Zuge des Bewerbungsprozesses immer klarer geworden.

Tobias Teriet:
Ich habe ein Masterstudium in Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierung abgeschlossen und zuvor bereits eine Berufsausbildung in diesem Bereich absolviert. Im Studium ist das Thema aufgekommen, wie man komplexe Aufgaben mithilfe von Projektmanagementmethoden greifbar machen kann. Das hat mich fasziniert. Auf Roche bin ich später eher durch Zufall gestoßen – die Pharmabranche ist für viele Ingenieure schließlich kein typisches Arbeitsfeld. Heute sehe ich das vollkommen anders. Über die Internetplattform e-fellows.net erhielt ich bereits während des Studiums die Chance, ein Seminar für Projektmanagement bei Roche in Penzberg zu absolvieren.

Was war der Ausschlag, dass Sie bei Roche eingestiegen sind?

Teriet: Nach dem Seminar habe ich den Kontakt zu Roche im Rahmen des Roche Evolution Programms aufrecht gehalten. Dieses Programm bietet ausgewählten Studenten ein vielfältiges studienbegleitendes Angebot. Dort wurde ich unter anderem mit einem Mentoring unterstützt. Meine Mentorin war die Ausbildungsleiterin von Roche Mannheim, früher selbst dort im Bereich Engineering tätig und hat mir eine einwöchige Hospitation ermöglicht. Dieser Einblick hat mich schließlich überzeugt.

Schärfe: Als ich am Ende meiner Promotionszeit nach Jobs bei Pharmaunternehmen gesucht habe, wurde ich auf die Trainee-Stelle bei Roche aufmerksam. Besonders spannend daran war für mich, dass dieser Einstieg es ermöglicht, unterschiedliche Bereiche innerhalb des Unternehmens kennenzulernen, in verschiedene Themen hineinzuschnuppern und zu erkennen, was einem besonders liegt.

Was ist Ihr Aufgabengebiet?

Schärfe: Ich bin im Management Start Up Programm, das Roche anbietet. Als Trainee arbeitet man in unterschiedlichen Projekten für einen Zeitraum von jeweils drei bis sechs Monaten an verschiedenen Aufgaben. Mein Themenbereich ist zwar mit „Projektmanagement“ überschrieben, in der Praxis bin ich aber mit Aufgaben im Bereich Data Science und Bioinformatik betraut. Dabei lerne ich unterschiedliche Abteilungen kennen, zuletzt war ich etwa bei zwei Projekten in der Diagnostikforschung beschäftigt. Im Anschluss werde ich nun am Standort Penzberg in der Pharmaforschung zur Wirksamkeit von Medikamenten tätig sein.

Teriet: Ich bin hier beim Site Engineering tätig. Wir unterstützen unsere Betriebe bei der Umsetzung von Projekten am Standort Mannheim. Sobald diese größer und komplexer werden und Kompetenzen im Projektmanagement oder auch spezifische technische Lösungen benötigt werden, geht man auf uns zu. Meine Disziplin ist die Gebäudeautomation.

Gibt es viele Schnittstellen mit anderen Abteilungen oder auch anderen Standorten?
Schärfe: Meine Stellenbeschreibung ist bereits entsprechend angelegt und liegt vor allem zwischen Business und Data Science. Je nach Projekt kann man zudem immer wieder den Standort wechseln; bei mir ist geplant, neben den Niederlassungen in Mannheim und Penzberg auch in der Schweiz und in den USA an Projekten mitzuwirken. So lernt man in relativ kurzer Zeit den Gesamtkonzern gut kennen und entdeckt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Standorte.

Teriet: Im Bereich Engineering arbeiten wir mit allen Abteilungen am Standort zusammen. Sobald irgendwo Bedarf für größere Baumaßnahmen besteht, erstellen wir im ersten Schritt mit den Nutzern gemeinsam Konzepte, um darauf aufbauend das Projekt umzusetzen. Weiterhin sind wir auch regelmäßig im Austausch mit den anderen Engineering-Abteilungen in unserem Unternehmen.

Wie lautet Ihr bisheriges Fazit?

Schärfe: Was alle Standorte und Abteilungen, die ich bisher kennenlernen durfte, auszeichnet, ist die Lust auf Innovation. Über alle Ebenen hinweg drängen die Mitarbeitenden bei Roche darauf, im Sinne des Patienten etwas zu verändern. Hinzu kommt die Bereitschaft, Neues zu wagen und Prozesse immer wieder zu überdenken – etwa im Bereich digitale Transformation.

Teriet: Egal, mit wem und mit welcher Abteilung man in Kontakt kommt: Das Miteinander ist sehr offen und unkompliziert, man trifft sich einfach zum Kaffee oder zum Mittagessen und tauscht sich – stets auf Augenhöhe – aus.

Schärfe: Das ist auch ein wichtiger Teil der Firmenkultur. Es wird sehr darauf geachtet, dass die Mitarbeiter gut miteinander auskommen, dass bei Entscheidungen alle Beteiligten eines Projektes mit im Boot sitzen und man miteinander, nicht nebeneinander her arbeitet. Das gilt auch für die Teilnahme an Projekten: Häufig wird man als Trainee einfach angesprochen oder man bespricht mit seinem Mentor, welche Projekte interessant wären, und geht dann auf die Projektleiter aktiv zu. Interview: Moritz Tzschaschel
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