Sonderveröffentlichung
Themenspecial Gesund leben!

„Hörgeräte immer kleiner und leistungsfähiger“

Höreck: Inhaber Markus Andrae über Schwerhörigkeit und moderne Hörakustik

Markus Andrae, Inhaber von HÖRECK, stand uns für ein Interview zum Thema Schwerhörigkeit und moderne Hörakustik zur Verfügung.

Herr Andrae, wie bemerkt man überhaupt, dass man nicht mehr gut hört?

Markus Andrae: Bei vielen Menschen stellt sich eine Hörminderung schleichend ein und bleibt daher erst mal unbemerkt. Es gibt jedoch einige Anhaltspunkte, die man auf keinen Fall ignorieren sollte: wenn man das Gefühl hat, andere Menschen reden zunehmend undeutlicher, wenn man öfter nachfragen muss, wenn man in geräuschvoller Umgebung nicht mehr so gut versteht, oder öfter Türklingel und Telefon überhört. Vielen Betroffenen fällt es jedoch selbst erst mal nicht auf, dass sie schlechter hören als früher.

Dennoch fällt vielen der Gang zum Spezialisten erst mal schwer.

Andrae: Ja, die Hemmschwelle ist hier leider noch hoch. Lange Zeit haftete den Hörgeräten das Stigma des Alt-Seins an da Hörprobleme nur Älteren zugesprochen wurden. Zudem realisieren viele Menschen erst sehr spät, dass ihr Hörvermögen nachgelassen hat. Zu Beginn kann die verminderte Hörfähigkeit durch eine erhöhte Aufmerksamkeit kompensiert werden.

Viele Betroffene suchen sich erst Hilfe, wenn der Hörverlust drastisch und der Leidensdruck hoch ist. Das ist fatal: Denn je früher eine beginnende Schwerhörigkeit behandelt wird, desto größer ist die Chance, die degenerativen Abbauprozesse der Hörbahnen aufzuhalten. Regelmäßige Hörchecks sind die beste Vorsorge, um mögliche Hörverluste frühzeitig zu erkennen – zumal es heutzutage viele Behandlungsoptionen gibt.

Klobige, fleischfarbene Hörgeräte haben längst ausgedient. Was können die modernen Apparate?


Andrae:
Moderne Hörgeräte sind Mini-Computer, die weit mehr können als nur den Schall zu verstärken. Über spezielle Spracherkennungs-Algorithmen identifizieren sie Sprache und können diese auch in schwierigen Hörsituationen, wie zum Beispiel großen Gesprächsrunden, gezielt hervorheben, während nichtsprachliche Umgebungsgeräusche gleichzeitig reduziert werden.

Die Ausstattung der Hörgeräte mit Wireless-Funktion ermöglicht außerdem, dass Audiodaten in Echtzeit zwischen den Hörsystemen beider Ohren ausgetauscht und abgeglichen werden. Auf diese Weise kann das „Elektronik-Ohr“ einen sehr natürlichen Höreindruck vermitteln.

Die Digitaltechnik erlaubt zudem, die Hörsysteme exakt auf das Hörvermögen und die persönlichen Anforderungen seines Trägers abzustimmen. Alles in allem sind die Helfer für die Ohren High-Tech-Wunder, die immer kleiner und leistungsstärker werden, kosmetisch unauffällig sind und einen hohen Tragekomfort bieten. Seit Neuestem gibt es sogar Hörsysteme mit Akkutechnik, damit ist das lästige Batteriewechseln Vergangenheit und die Handhabung sehr einfach.

Höreck Hörgeräte aus Mannheim