Sonderveröffentlichung
Themenspecial 4 Wände

Grüne Gewinner

PFLANZEN DES JAHRES: Besonders schön, pflegeleicht oder stark gefährdet: Jedes Jahr küren gärtnerische Fachverbände die Pflanzen des Jahres, auf die sie besondere Aufmerksamkeit lenken wollen.

Staude des Jahres: Die Taglilie

Die Taglilie hat einen Vorteil: Sie benötigt nur wenig, erläutert der Bund deutscher Staudengärtner, der den Titel vergeben hat. Das ist im Frühling eine Portion Volldünger, und alle paar Jahre im Herbst wird der Stock am besten geteilt. Das Teilen wird aber zum Beispiel nur dann nötig, wenn die Pflanze blühfaul geworden ist. Hobbygärtner bekommen mit der Taglilie im Garten also eine schöne Pflanze, die um ein Vielfaches pflegeleichter ist als manch andere Prachtstaude. Die Pflanze braucht einen sonnigen Standort. Viele Sorten vertragen aber auch Halbschatten.

Gemüse des Jahres: Die Steckrübe

Die Steckrübe ist für den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) das Gemüse der Jahre 2017/18. Bekannt ist sie vor allem aus Geschichtsbüchern: Im sogenannten Steckrübenwinter 1916/17 während des Ersten Weltkrieges ersetzte sie die Kartoffel. Aber aus zwei Gründen erlebt sie gerade ein Comeback: Altes Gemüse wird wieder gerne in der modernen Küche verwendet. Und die Steckrübe gilt als kalorienarm und gesund. Die Steckrübe lässt sich zwischen Mitte Mai und Mitte Juni in einen humushaltigen und lehmigen Boden säen. Die Ernte findet im Oktober statt, ist aber bis zum ersten stärkeren Frost und spätestens vor Weihnachten möglich.
Die Esskastanie ist zum Baum des Jahres 2018 gekürt worden. Bild oben: Der Langblättrige Ehrenpreis – die Blume des Jahres. BILDER: Sebastian Gollnow/dpa-tmn, Axel Jahn/Loki Schmidt Stiftung
Die Esskastanie ist zum Baum des Jahres 2018 gekürt worden. Bild oben: Der Langblättrige Ehrenpreis – die Blume des Jahres. 
BILDER: Sebastian Gollnow/dpa-tmn, Axel Jahn/Loki Schmidt Stiftung
Blume des Jahres: Der Ehrenpreis

Der Langblättrige Ehrenpreis (Veronica maritima) gilt in mehreren Bundesländern als stark gefährdet, in Thüringen sogar als ausgestorben. Die Loki Schmidt Stiftung will mit der Kür zur Blume des Jahres nicht nur darauf aufmerksam machen, sondern auf die Probleme, die der natürliche Standort des Ehrenpreises hat. Mit der Bedrohung der naturnahen Flussaue könnte ein Ökosystem sterben. Die Staude wächst 50 bis 120 Zentimeter hoch, und sie mag feuchte Standorte an den Rändern von Gewässern sowie Orte, die Bedingungen wie lichte Auenwälder bieten.


Baum des Jahres: Die Ess-Kastanie

Sie ist eine Investition in die Zukunft: Die Ess- Kastanie kann 25 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden – der perfekte Hausbaum. Vor allem kommt die Ess-Kastanie in Parks vor, erläutert die Stiftung Baum des Jahres. Sie vergab den Titel für das Jahr 2018 nach eigenen Angaben an die Ess-Kastanie, um damit eine Baumart ins Bewusstsein zu rücken, die in deutschen Wäldern nicht überall ins Auge sticht. Wer sie in den Garten setzen möchte, braucht einen warmen Standort.

Heilplanze des Jahres: Der Ingwer

Ingwer lässt sich nur in milden Weinbauregionen im Freien ziehen, aber der Anbau im Haus gelingt dafür problemlos. Einfach im Frühling eine frische Knolle in einen Topf stecken. Gezogen wird die Pflanze aus etwa fünf Zentimeter langen Stücken, die mindestens ein Auge haben, erklärt der Verein Paracelsus. Die Stücke werden auf durchlässige Gartenerde gelegt und dünn mit dieser auch bedeckt. Eine Plastikfolie über dem Topf regt das Keimen an. Ein heller, aber nicht zu sonniger Platz mit gleichbleibender Temperatur ist vorteilhaft. TEXT: Simone Andrea Mayer (dpa)