Sonderveröffentlichung
Themenspecial 4 Wände

Clever und bequem

BALKON UND TERRASSE: Beim Blick auf ihren Balkon denken viele schon sehnsüchtig an den Sommer. Da ist der Wunsch, endlich draußen in der Sonne sitzen zu können. Die Möbelhersteller haben dafür bereits die passenden Stücke parat.

Daran denken viele schon mit Sehnsucht: Man sitzt auf Balkon oder Terrasse, die Sonne scheint warm auf die Haut, dazu ein leckeres Getränk – und dann einfach die Füße hochlegen und genießen. Solange es draußen kalt ist, dürfte diese Szene vielen zwar noch weit weg erscheinen. Und bis es richtig sommerlich warm auf dem Balkon wird, müssen Sonnenanbeter sich noch gedulden. Die Möbelbranche hat aber bereits sehr klare Vorstellungen, wie die warme Jahreszeit auf Balkon, Terrasse und im Garten aussehen wird: Sie hat längst die neuen Trends präsentiert.
Für draußen und drinnen: Die kabellosen Leuchten Mooon! von Fermob sind mit dem USB-Kabel aufladbar. BILDER: Fermob/dpa-tmn, Butlers/dpa-tmn, Depot/dpa-tmn
Für draußen und drinnen: Die kabellosen Leuchten Mooon! von Fermob sind mit dem USB-Kabel aufladbar. 
BILDER: Fermob/dpa-tmn, Butlers/dpa-tmn, Depot/dpa-tmn
Ein Stichwort der Hersteller lautet „Multifunktion“. Denn auf den meisten Balkonen und Terrassen in Deutschland herrscht Platznot. Also konzentrieren sich die Unternehmen zunehmend auf Stücke, die vielfältig nutzbar sind. „Im Blickpunkt stehen hierbei designorientierte Outdoor-Möbel, die sich variabel einsetzen, immer wieder neu zusammenstellen und Platz sparend verstauen lassen“, erklären die Trendanalysten der Messe Spoga+Gafa in Köln. Dort wurden schon im vergangenen Herbst die Trends für 2018 vorgestellt. Häufig finden sich in den Sortimenten Sitzlösungen mit integriertem, auszieh- oder klappbarem Tisch. Liegen werden im Handumdrehen zur Bank oder das Daybett zum Sofa mit Tisch. Es sind recht pfiffige neue Ideen dabei: So kann etwa die Platte eines Tisches abgenommen und dieser so zum Wäscheständer werden. Pflanzgefäße bieten extra Stauraum, und Sonnenschirme spenden nachts auch Licht. 

Multifunktionalität auf dem Balkon: Der Tisch Wizzard von Butlers lässt sich auch als Wäscheständer nutzen. BILDER: Fermob/dpa-tmn, Butlers/dpa-tmn, Depot/dpa-tmn
Multifunktionalität auf dem Balkon: Der Tisch Wizzard von Butlers lässt sich auch als Wäscheständer nutzen. 
BILDER: Fermob/dpa-tmn, Butlers/dpa-tmn, Depot/dpa-tmn
Sie müssen natürlich offen bleiben, aber laut den Herstellern ist man dafür dann wind- und wettergeschützt. Gerade beim Licht für draußen tut sich derzeit viel. Die Abschaffung der herkömmlichen Glühbirne hat einen Innovationsschub in Sachen Beleuchtung ausgelöst. Die Leuchtdiode, kurz LED, wurde über die Jahre kontinuierlich optimiert. Ihre nun erreichte technische Qualität erlaubt es Designern und Herstellern, Leuchten neu zu denken. Damit einher geht der Fortschritt bei Akkus und Solarzellen. So mancher Hersteller verspricht nach einer Aufladezeit von acht Stunden in praller Sonne 20 Stunden lang ein gemütliches Licht am anschließenden Abend. 

Optimale Raumnutzung für kleine Outdoor-Bereiche: So manches Sitzmöbel lässt inzwischen komfortabel und praktisch einen Tisch ausklappen oder ausziehen. So auch die Sitzbank Banquette von Butlers. BILDER: Fermob/dpa-tmn, Butlers/dpa-tmn, Depot/dpa-tmn
Optimale Raumnutzung für kleine Outdoor-Bereiche: So manches Sitzmöbel lässt inzwischen komfortabel und praktisch einen Tisch ausklappen oder ausziehen. So auch die Sitzbank Banquette von Butlers. 
BILDER: Fermob/dpa-tmn, Butlers/dpa-tmn, Depot/dpa-tmn
Vor allem tragbare Leuchten erobern den Markt. Sie sehen zum Beispiel aus wie modern gestaltete Laternen, die sich zum Picknick in den Park gleichermaßen wie zum Gießen spät nachts im Gewächshaus mitnehmen lassen. Für Sitzgruppen gibt es viele Modelle in Form von Windlichtern oder kleinen Tisch- und Wohnlampen, wie sie auch im Haus Verwendung finden. Überhaupt bleibt das Wohnliche beliebt: Gartenmöbel sollen heute meist nicht mehr anders aussehen als die Einrichtung drinnen. Natürlich finden sich draußen noch Klappmöbel und einfachere Modelle, doch die Designer haben längst Leuchten, Sofas, Esskombinationen, Teppiche und sogar Küchen im Outdoorbereich entdeckt und deren Optik verbessert. „Sie warten mit einem leichten, zierlichen Look und stylishen Materialien auf, die von Indoor-Varianten kaum noch zu unterscheiden sind“, so die Messe Spoga+Gafa. 

Das Esszimmer im Freien soll nicht weniger gemütlich und stylish sein als der Wohnraum: Auf Lounge-Sessel setzt zum Beispiel Dedon bei der Kollektin Mbrace.
Das Esszimmer im Freien soll nicht weniger gemütlich und stylish sein als der Wohnraum: Auf Lounge-Sessel setzt zum Beispiel Dedon bei der Kollektin Mbrace.
Der Komfort für die Zielgruppe der Senioren wurde noch einmal erhöht. Die Hersteller versprechen ergonomisch geformte und damit rückenschonende Sitzschalen, höhere Liegen für das einfachere Absetzen und Aufstehen sowie Sonnenschirme, die mit Fußpedal steuerbar sind. Und das in schicker, moderner Optik. So sprechen sie der Messe zufolge bei weitem nicht nur „Best Ager“ an, sondern alle, die es bequem mögen. Dort zeigte sich, dass die Hauptfarbe der Balkon-, Terrassen- und Gartenmöbel das Grau sein wird. Die pflegeleichte Farbe, auf der Flecken eher unscheinbar bleiben, dominierte die Messehallen - aber immer ergänzt durch bunte Kissen als Hingucker. Es gibt auch einen Trend zu Grün – was auf Balkon, Terrasse und im Garten ja meist schon durch die Pflanzen reichlich vorhanden ist. Grün passt gut zu anderen Tönen, die man in den Kollektionen aktuell entdeckt: etwa helles Gelb, zartes Rosa und maritimes Blau. Diese Farben wirken auch für sich allein, etwa vor weißen Häuserwänden. TEXT: Andrea Mayer (dpa-tmn)

Experttipp

ROSEN SCHNEIDEN, RASEN DÜNGEN: IM MÄRZ IST IM GARTEN VIEL ZU TUN

Jetzt im März sollten die Rosen geschnitten werden. Auch sonst gibt es im Garten schon viel zu tun.  BILD: Gorilla - stock.adobe.com
Jetzt im März sollten die Rosen geschnitten werden. Auch sonst gibt es im Garten schon viel zu tun.  
BILD: Gorilla - stock.adobe.com
Von Michael Steinebrunner (Beier GmbH & Co. KG, Mannheim) 

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken die Gartenfreunde nach draußen, wo es im März schon einiges zu tun gibt. Im März ist beispielsweise die richtige Zeit, um die Rosen zu schneiden. Beim Schnitt sollte unbedingt auch das alte Laub entfernt werden, um eventuell vorhandenen Pilzkrankheiten aus dem Vorjahr vorzubeugen. Auch Formschnitte wie Eiben-, Ilex- und Buchskugeln können jetzt wieder in Form gebracht werden. Achten Sie bei allen Schneidearbeiten auf scharfes und sauberes Werkzeug.

Im März können Sie nun auch mit der Düngung Ihrer Pflanzen beginnen. Gerade nach dem Rückschnitt benötigen die Pflanzen reichlich Futter, um einen gesunden und kräftigen Austrieb bilden zu können. Verwenden Sie für Rosen und Blühsträucher einen gekörnten, organisch-mineralischen Mischdünger. Diese Produkte wirken durch die mineralischen Anteile unmittelbar und die organischen Bestandteile sorgen für eine nachhaltige Wirkung. Lassen Sie sich zur Auswahl im Fachgartencenter beraten.

Auch der Rasen kann im März das erste Mal in diesem Jahr gedüngt werden. Optimalerweise sollte dies etwa zwei Wochen vor dem Vertikutieren geschehen. Dies sorgt dafür, dass die Rasengräser direkt schon mit Nährstoffen versorgt sind und sich deutlich besser nach dem Vertikutieren regenerieren.

Wer noch etwas Farbe wünscht, kann jetzt auch mit dem Pflanzen von Stauden und Gehölzen beginnen. Die Fachgartencenter und Baumschulen halten jetzt im Frühjahr die beste Auswahl für Sie bereit. Da die Pflanzen üblicherweise im Pflanztopf angeboten werden, können Sie sich auch von der Blütenfarbe, der Größe und dem Duft vor dem Kauf selber überzeugen.