Sonderveröffentlichung
Themenspecial 4 Wände

4 Garten-Tipps

TRENDFRUCHT PEPINO

Ihre Früchte schmecken nach Melone mit Birnenaroma, ihre Verwandten heißen allerdings Kartoffel und Tomate: Die Pepino findet immer mehr Anhänger. Vor der Aussaat sollten die Samen über Nacht in lauwarmem Wasser eingeweicht werden. Anschließend werden sie in eine Schale mit Aussaaterde gegeben und nur leicht mit Erde bedeckt. Tipp: Die Schale mit einer Glasscheibe oder Frischhaltefolie abdecken, dann muss sie hell und warm bei am besten 20 Grad stehen. Vier Wochen kann es dauern, bis die Samen keimen. Später legen die Pflanzen dafür an Geschwindigkeit zu. Nach den Eisheiligen dürfen sie auf den Balkon und können dort bis zu einem Meter hoch werden. Werden die Seitentriebe wie bei Tomaten gekürzt, steckt die Pepino mehr Kraft in ihre süßen Früchte.

KEIN GIFT IM GARTEN

Wer in seinem Garten Salat pflanzt, ärgert sich über angeknabberte Wurzeln und Blätter. Dennoch müssen Hobbygärtner kein Gift verwenden, durch das die Tiere grausam sterben. Darauf macht die Tierschutzorganisation Peta aufmerksam. Es gibt Alternativen, um Schnecken oder Mäuse vom Gemüse und Salat abzuhalten. Statt Schneckenkorn oder Nagergift können Hobbygärtner beispielsweise um die Beete herum Sägemehl oder Kalk ausstreuen. Oder sie pflanzen abschreckende Pflanzen wie Kamille und Bohnenkraut. Auch ein Hochbeet sowie Schneckenzäune oder Pflanzenkörbe aus Maschendraht können eine wirksame Lösung sein.

KOMPOST STATT KALIUM

Hobbygärtner neigen dazu, ihren Beeten zu viel statt zu wenig Dünger zu geben. Bundesweite Untersuchungen von Bodenproben haben gezeigt, dass Gartenböden vor allem mit Phosphor und Kalium, aber auch mit Stickstoff überversorgt sind, wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft erläutert. Eine Überdüngung hat Auswirkungen auf die Umwelt, die Qualität der Pflanzen und unter Umständen auch auf die Gesundheit des Menschen. Wird dem Boden zum Beispiel zu viel Stickstoff zugeführt, kann sich Nitrat in den Pflanzen anreichern. Es kann nach dem Verzehr im Körper zu Nitrosaminen reagieren, die als krebserregend gelten. Der Boden sollte besser regelmäßig mit organischem Material wie Kompost, Mist und Gründüngung versorgt werden.

FORSYTHIEN SCHNEIDEN

Forsythien in gelber Blüte fallen auf. Wenn diese erlischt, sollten Hobbygärtner das Gehölz direkt zurückschneiden. Knapp über dem Boden gestutzt werden aber nur ältere Äste von vier bis fünf Jahren sowie neue, dünne Triebe. Die zurückbleibenden Triebe bilden den Sommer über Seitenzweige, an denen sich im nächsten Frühjahr die neue Blüte zeigt. Wer mehr von den gelben Sträuchern möchte, kann sie im Juli durch Stecklinge vermehren. Dafür grüne Äste von etwa 20 Zentimetern Länge abschneiden und zu drei Vierteln in einen Topf mit Erde stecken. Sie sollten darin Wurzeln ausbilden und können anschließend in den Gartenboden kommen.

TEXTE: dpa-tmn – BILDER: LiliGraphie - stock.adobe.com, gavran333 - stock.adobe.com, Viktar Malyshchyts - stock.adobe.com, Brad Pict - stock.adobe.com
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